Erscheinungsjahr
2008
Label
Locomotive Records
Besetzung
Junior Prendergast
Your Name Here
Patrick Rowan
Jason Pelletier
Rick Allara
Tracklist
1.Monster Zero
2.Head Wound
3.Colon Ripper
4.Down Low
5.Fecal Asphyxiation
6.Abort
7.Every Nightmare
8.Echos
9.Cum Knuckle
10.Dropped At Birth
11.Built For Porn
Datum: 18.03.2008 - Autor Claudio
Manchmal frage ich mich, was manche Plattenveröffentlichungen zu bedeuten haben. Natürlich kann es sein, dass sich manche Bands im Untergrund eine große Gefolgschaft aufgebaut haben und dementsprechenden Bekanntheitsgrad erlangt haben. Ob dies bei Recognizer der Fall ist, dass bezweifele ich, auch wenn ich den Untergrund von New England nicht kenne. Gegründet haben sich die Herren, die sich auf eine krude Mischung aus vielen Rock/Metalstilen spezialisiert haben, bereits 1999 und „Ditch Pig“ scheint auch im Jahre 2000/01 schon einmal, irgendwo erschienen zu sein. Wie bereits gesagt, haben sich die Herren auf keinen Stil festgelegt, sondern marschieren schön im Thrash, dann im „melodischen“ Hardcore, dann auch wieder im Death Metal Bereich, aber dies alles ohne erkennbare Linie oder Plan. Mal erinnert es mich an die Misfits, dann wieder an die unsäglichen Life, Sex & Death (genau die mit dem Stinkesänger) und manchmal an die harten Phasen der Bloodhound Gang. Hin und wieder kommt auch ein wenig Southern Groove auf, aber wie gesagt, alles in einem Gewand, das ich nicht nachvollziehen kann. Die Produktion ist auch nicht wirklich gut, denn die dumpfen Rhythmusgitarren und die schräpigen Soli klingen wie Demoaufnahmen, ich befürchte fast, dass sie es auch sind. Um gerecht zu sein, muss ich sagen, dass Songs wie „Every Nightmare“, mit der Textzeile „I´ve got Issues, she´s got Tissues“, schon Spaß machen und es auch wert sind erwähnt zu werden. Aber dieser Song steht ziemlich alleine da, denn auf der anderen Seite stehen „Granaten“ wie „Built For Porn“ oder „“Fecal Asphyxiation“, welche entweder dummdreist peinlich oder einfach einfallslos sind. Im Infozettelchen, welches so aussagekräftig wie Zahnpastawerbung ist, wird von Sarkasmus und Humor geredet, aber diese Schlagwörter werden ja auch auf die Bloodhound Gang bezogen und die sind nicht wirklich lustig. Wer nicht genau weiß, welche Musik er mag oder sich nicht entscheiden kann, der kann sich „Ditch Pig“ mal anhören. Wer Fips Asmussen lustig findet, der kann auch bedenkenlos zuschlagen, aber der Rest sollte arg vorsichtig sein, damit er sein Geld nicht für Musik ausgibt, die normalerweise in den Weiten des Musikalls verschwunden wäre. Natürlich kann ich mich auch irren, aber ich frage mich warum manche Bands nen Plattenvertrag erhalten. Ich denke „Ditch Pig“ ist unglaublich, unglaublich unnütz. Schön ist auch, dass man trotz intensiver Suche nichts Nützliches über das Line Up oder die Geschichte der Band herausfinden kann….Großes Kino!