Ratt - Dancing Undercover

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1986

Label
Atlantic

Besetzung
Gesang: Stephen Pearcy
Gitarre: Warren DeMartini
Gitarre: Robbin Crosby
Bass: Juan Croucier
Schlagzeug: Bobby Blotzer

Tracklist
1.Dance
2.One Good Lover
3.Drive me Crazy
4.Slip of the Lip
5.Body Talk
6.Lokking for Love
7.7th Avenue
8.It Doesn´t matter
9.Take a Chance
10.Enough is Enough

Datum: 16.05.2005 - Autor Jörg
Das vierte Album von Ratt ging wieder ein klein wenig „Back to the Roots“ für die Band. Nach dem sehr erfolgreichen, aber doch recht glatt gebügelten „Invasion of your Privacy“, rockten Ratt hier nun wieder etwas rauer. Fängt das Album zwar mit „Dance“ noch sehr unspektakulär an, so steigert man sich ab „Drive me crazy“ doch sehr. Sänger Stephen Pearcy ist und bleibt das Markenzeichen und Aushängeschild der Band. Obwohl die beiden Gitarristen Robbin Crosby und Warren DeMartini doch gar nicht so Verkehrte sind. Man begibt sich zwar nicht in technischen Kabinettstückchen, doch hat das Duo einen unverkennbaren Gitarren-Sound.

Das schon erwähnte „Drive me Crazy“ wirft dann mit einem feinen Lick um sich und die Band zieht das Tempo ein klein wenig an, das macht den Song gängig und man beginnt mit zu rocken. Mir persönlich gefällt das Stück „It doesn´t Matter“ am Besten, ein Ohrwurm, der sich gut ins Hirn setzt. Bei einer Band wie Ratt, welche nun mal von ihrer Optik lebt, finde ich den Text schon recht witzig, oder soll das mit einem Augenzwinkern gemeint sein?

Noch einmal auf Sänger Stephen zu kommen, seine Stimme entschied bei vielen Fans, ob sie die Band mochten oder nicht. Er ist zwar ein sehr limitierter Sänger und schon gar kein Sanges-Gott, doch ist seine quitschige Stimme immer herauszuhören.

„Slip of the Lip“ geht wieder volles Roh in die Glamrock-Ecke und ist ein netter Groover, eben so ein Titel wo sich die Mädels immer schön sexy auf der Tanzfläche zu bewegen können. „Lookin´for Love“ ist ein super Ohrwurm, dessen Hookline im Refrain einfach grandios ist, da ist es mir auch völlig egal ob der Song simpel aufgebaut ist. Es gibt viele Fans die sagen das „Dancing Undercover“ irgendwie genau wie sein Vorgänger ist, doch allein das sich ein Song wie „Body Talk“ hier befindet, macht den Unterschied. Solch einen Up-Tempo-Kracher findet man auf „Invasion..“ nicht.

Ganz egal, was Kritiker und Fans gesagt haben, die Scheibe wurde ein Erfolg und „Dancing Undercover“ ist ein Klassiker. Wenn man bedenkt, das Ratt hier in Europa nie eine so große Rolle gespielt haben wie in den USA, so kennt die Band doch so ziemlich jeder Banger, egal ob er nun Glam mag oder nicht. Ratt Love it or hate it, wieder trifft es den Nagel auf den Kopf.







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