Rainbow - Stranger in us All

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1995

Label
RCA

Besetzung
Gesang: Dougie White
Gitarre: Richie Blackmoore
Keyboard: Paul Morris
Bass: Greg Smith
Schlagzeug: John O`Reilly

Tracklist
1.Wolf to the Moon
2.Cold hearted Woman
3.Hunting Humans (Insatiable)
4.Stand& Fight
5.Ariel
6.Too late for Tears
7.Black Masquerade
8.Silence
9.Hall of the Mountain King
10.Still i´m Sad

Datum: 29.01.2006 - Autor Jörg
Kaum zu fassen war die News als es Mitte der 90ger hieß, Richie Blackmoore startet wieder mit seiner einstigen Mega-Band Rainbow durch. Der exzentrische Gitarrist hatte erst kurz vorher das Handtuch bei Deep Purple geworfen, allerdings zum letzten Mal. Sofort standen natürlich wieder die Spekulationen im Raum, ob es denn ein Wiederhören mit Dio am Mikrofon gäbe, aber das gab es nicht. Blackmoore entschied sich für den bis dato noch recht unbekannten Sänger Dougie White (Heute hauptsächlich Cornerstone&Yngwie Malmsteen). Der junge Sänger beeindruckte auf „Stranger in us all“ mit einer beachtlichen Leistung und empfahl sich damit in die Liga der großen Sänger aufzusteigen. Sein Verdienst ist es sicher auch, warum das Album so frisch und unverbraucht klingt. Klar ist „Stranger in us all“ einfach genial und typisch für Rainbow, doch keineswegs altbacken oder angestaubt. So ein Song wie „Cold Hearted Woman“ hätte auch gut zur Turner-Phase der Gruppe gepasst und schnelle Songs wie „Wolf to the Moon“ sind im typischen Band-Flair gespielt. Ich persönlich stehe unheimlich auf die Scheibe, denn sie ist über jeden Zweifel erhaben. Zudem war sie eines der Lichtstrahlen am Ende des Tunnels, denn 1995 hatte niemand eine klassische Hardrock-Band auf der Rechung. Da wurde ja bekannter weise auf anderes Zeugs gesetzt, ich befand mich zu dieser Zeit tief im Underground, wo ich noch die Musik fand die ich mochte. Da war es schon etwas seltsam mal wieder eine CD zu kaufen die überall erhältlich war.

Zurück zur Musik, die dürfte jeden Rainbow-Fan und Liebhaber von klassischen Hardrock-Sounds befriedigen, mit „Too late for Tears“ und „Stand and Fight“ gibt es starken Klassiker-Stoff. „Hunting Humans“ ist eine großartige Nummer, wo man sich der Klasse von Dougie White in Ganzen Ausmaß bewusst wird. Der Junge ist Phänomenal, was seinen Gesang angeht. Mit dem bombastischen „Hall of the Mountain King“ liefern Rainbow eine Hymen, an der ich mich auch nach 11 Jahren nicht satt hören kann. Ähnlich wie bei Savatage haben Blackmore und Band, hier das klassische Thema „In der Halle des Berg-Königs“ in einen packenden und aufregenden Rock-Song gepackt. Bei einigen Songs ist bei den Back-Ground-Vocals die damalige Blackmoore-Verlobte (und jetzige Ehefrau) Candice Night zu hören, mit der er ja heute lieber durch deutsche Burgruinen schwebt und die Laute schlägt, anstatt knackigen Hardrock zu servieren. Bei dem orientalisch angehauchten „Ariel“ kommt wie eine ähnliche Atmosphäre auf wie seinerzeit bei "Temple of the King", der Song ist einfach herrlich.

Um es auf einem Punkt zu bringen, mit „Stranger in us all“ haben Rainbow eine Scheibe herausgebracht, die sich nicht vor den großen Klassikern der Band verstecken braucht. Leider war das auch das bisher letzte Lebenszeichen dieser einmaligen Band. Immerhin haben sich Rainbow mit einem Knall verabschiedet.







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