Quiet Riot - Terrified

6.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1993

Label
Moonstone

Besetzung
Gesang: Kevin Dubrow
Gitarre: Carlos Cavazo
Bass: Kenny Hillery
Schlagzeug: Fankie Banali

Tracklist
1. Cold Day in Hell
2. Loaded Gun
3. Itchycoo Park
4. Terrified
5. Rude Boy
6. Dirty Lover
7. Psycho City
8. Rude, Crude Mood
9. Little Angel
10. Resurrection

Datum: 02.01.2007 - Autor Jörg
Es ist schon irgendwie beachtlich bis traurig, wie oft sich Quiet Riot abmühen wieder an die alten Zeiten von „Metal Health“ oder „Conditional Critical“ anzuknüpfen. So denkt man, die Band wäre endgültig fertig und am Ende, da stehen sie wieder mit einer neuen CD auf der Matte.

Der Sängerwechsel hin zu Paul Shortino brachte auch nicht viel, was den Erfolg von dem Album anging. Das Album gehört allerdings mit zu dem Besten was Quiet Riot je veröffentlicht haben. Dann kam lange Zeit gar nichts mehr, bis man 1993 ein Comeback mit „Terrified“ wagte. Immerhin waren 3 Mitglieder von früher mit am Start, lediglich Rudy Sarzo war nicht mehr dabei, für kam der unbekannte Kenny Hillery. „Terrified“ gehört sicher nicht zu den Sternstunden von Quiet Riot, doch so mies wie die Scheibe immer gemacht wird ist sie aber auch nicht. Das es noch eine Spur erbärmlicher ging, zeigte uns die Band ja 1995 mit dem „Down to the Bone“-Album und auch die aktuelle CD (Rehab) ist für mich persönlich eher ein Schlafmittel.

Quiet Riot versuchten 1993 aber wieder back to the Roots zu gehen, was man schon am Coverartwork sieht. Die Produktion ist nicht mehr das was aus dem Megastudios kommt, doch klingt es immerhin passable. „Cold day in Hell“ ist der Opener und der kommt stampfend und ein wenig zäh daher. „Loaded Gun“ ist da auch nicht besser, denn hier versucht man irgendwie ein wenig auf Whitesnake zu machen. Geht aber gut in die Hose.

„Itchycoo Park“ ist eine Coverversion eines Small Faces-Songs und der Drogensong ist Quiet Riot echt gelungen adoptiert worden. Danach nimmt das Album in meinen Augen ein echte kleine Wendung und bringt mit „Rude Boy“, „Dirty Lover“, „Rude, Crude, Mood“ und dem Abschlusssong „Resurrection“ 4 Mal echt rausragendes Hardrock/Metal-Futter. Hier hat man sich wohl mal wieder auf das besonnen was die Band einst mal ausmachte und das waren eben einfache, straighte Songs.

Ich finde einige Reaktionen auf dieses Album echt übertriebenen, aber da ist wohl wieder das Auge bzw. das Ohr des Betrachters entscheidend. Quiet Riot geben mit „Terrified“ eine gute, aber keinesfalls herausragende Platte ab. Doch wenn man eine Band auch immer nur an ihren größten Hits misst und auf Party-Kracher wartet, die meist ja auch nicht aus eigener Feder waren, so wird man eben enttäuscht. Quiet Riot können ja nicht bis an das Ende ihres Lebens alte Slade-Songs covern und damit die Leute bei der Stange halten.

Wie ich schon erwähnte halte ich den Nachfolger „Down to the Bone“ für richtig misslungen und „Terrified“ schlägt mir da nicht so sehr auf dem Magen. Gut es ist natürlich traurig zu wissen, das Quiet Riot leider nur noch einmal sich aufbäumten und 2001 mit „Vicious Circle“ noch einmal ein wirklich tolles Album machten.

Selbst bei den Simpsons wird die Band ja nur noch als abgehalfterte Jahrmarktcombo veralbert. Hier ist nicht alles Gold was glänzt –z.B. der Titelsong klingt ähnlich Schlafwagenabteilungsmässig wie seine beiden Openerkollegen, doch ein Rohrkrepierer ist auch was anderes.









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