Erscheinungsjahr
2006
Label
Rhino
Besetzung
Vocals : Geoff Tate
Bass : Ed Jackson
Drums : Scott Rockenfield
Guitars : Micahel Wilton
Guitars : Mike Stone
Tracklist
1. Freiheit Ouvertüre
2. Convict
3. I'm American
4. One Foot in Hell
5. Hostage
6. The Hands
7.Speed of Light
8. Signs say No
9. Re-Arrange You
10. The Chase
11. Murderer?
12. Circles
13. If I could Change It All
14. An Internal Confrontation
15. A Junkie's Blues
16. Fear City Slide
17. All The Promises
Datum: 25.04.2006 - Autor Rene
Im Filmbusiness sind Sequels schon seit Jahrzehnten eine gewohnte Sache. Nun hat die Mode auch das Musik-Bizz erfasst, und Bands die sich verkaufstechnisch auf dem absteigenden Ast befinden, lassen nochmals ihre erfolgreichsten Zeiten aufleben. Pionier in diesem Sektor war glaub ich Meat Loaf, der mit seinem Fledermausopus ein zweites Mal aus der Hölle gekrochen kam und mit einem Kickstart zu einem neuen Karrierehoch erlebte. Jüngst durften wir Fortsetzungen von King Diamond oder Helloween gefallen lassen. Und nun auch Queensrÿche, die man vor Jahren noch "Seattles finest" oder "The mighty Queensrÿche" betiteln konnte ohne schief angesehen zu werden. Natürlich sind diese Fortsetzungen bekannter Erfolgsalben, wenn man den Interviews glauben schenkt, keinesfalls aus kommerziellen Gründen entstanden, nein, die Geschichte wurde damals einfach noch nicht zu Ende erzählt, außerdem sei es ein sehr großes Risiko eine Platte so zu nennen, könnte ja durchaus ein totaler Reinfall werden. Seit dem vermurksten Grunge Album "Here the New Frontier" mussten Queensrÿche mächtig Federn lassen. Verständlicherweise wollte keiner ein Grunge Album von Queensrÿche hören (von anderen Bands übrigens auch nicht). Auch mit den beiden Nachfolgewerken konnten die Jungs aus Seattle die verlorene Anhängerschaft nicht zurückgewinnen. Deshalb musste wohl ein ambitioniertes Projekt her das die Band wieder in die Spitze der Musikgesellschaft katapultiert. Das Über-Werk "Operation Mindcrime", das schon fast 20 Jahre auf dem Buckel hat, gilt als eines der einflussreichsten Konzept-Alben der Geschichte. Schwer im heutigen Formtief der Band da einen Nachfolger zu basteln. Aber ich kann auch sagen, Queensrÿche sind zurück. Selbstverständlich wird es einige Nörgler geben die dem Neuen Werk schon zum Voraus keine Chance geben, aber ich hab mir nun das neue Werk unter die Lupe genommen. Was auffällt ist dass das Album etwas Zeit braucht, um such zum entfalten. Der fast schon punkige Opener "I am American" ist schon mal recht rassig und hat einige tolle Gitarrenläufe im 2. Mittelteil drin. Dann drosselt man das Tempo und das Album plätschert beim ersten Gehörgang ehrlich gesagt etwas dahin. Aber QR waren nie eine Band die mit einfachen Sounds die Zuhörer verwöhnt, man muss da schon etwas Geduld haben um die Finessen rauszufiltern. Spätestens beim 3. Mal Hören entfalten sich einzelne Songs und kommen der Stimmung des ersten Operation Mindcrime Albums recht nahe. Ich möchte da mal "The Hands" oder "Fear City Slide" nennen, die mir wirklich gut gefallen. Bei "The Chase" kann man ein Gastspiel von Ronnie James Dio hören, der sich wirklich gut zum Sound des Albums einfügt, auch die Sängerin Pamela Moore gibt dem ansonsten schon recht abwechslungsreichen Album einige zusätzliche Soundtupfer.
Natürlich ist es schwer das Album mit dem ersten zu verglichen. Es ist irgendwie rockiger und abwechslungsreicher, mit erdigem Gitarrensound versehen, und mit einigen Fillern, aber allemal ist Queensrÿche gutes Album gelungen. Wie gesagt, nicht Perfekt, und es braucht eine Eingewöhnungsphase, aber bis zu den nächsten Sequels "Master of Puppets II - The Puppet Master" und "667 The number of the Beast Part 2" können wir uns mit dem hier vergnügen.