Erscheinungsjahr
2000
Label
Z Records
Besetzung
Gesang: Martie Peters
Gitarre: Martin Daris
Bass: Kasper Sogren
Schlagzeug: Tommy Adler
Tracklist
1. On the Run 3:35
2. Waitin' in Line 4:36
3. Too Late 4:04
4. Broken Down 3:25
5. One Reason 5:09
6. Believe in Love 4:14
7. Jokerman 4:31
8. Changes 4:36
9. Never Too Loud 4:17
10. Better Late Than Never 3:37
11. Miracles 4:14
Datum: 05.02.2006 - Autor Jörg
Mir hat von den Push-Alben, welche ich bisher gehört habe, „On the Run“ am Besten gefallen. Weder „4 the love of the Game“ noch „Maximum Entertainment“ konnten mich richtig aus dem Sesselpolstern reißen. Leider hat sich auch eines aus „On the Run“ nicht geändert, der Klang des Albums ist unter aller Kanone. Der Gesamtsound ist stellenweise matschig und einfach nur schlecht besonders wenn es härter wird und die Gitarren richtig röhren geht die Produktion in die Knie. Für jemanden der seine Mucke über PC-Lautsprecher hört, ist das sicher unerheblich. Aber es gibt Leute -so wie ich, die sich ihrer Musik immer noch über eine amtliche Stereo-Allage anhören und da klingt es schäbig. Nicht desto trotz können die Dänischen White Lion-Klones um Sänger Martie Peters hier ihr mein persönliches Highlight abliefern. Findet man auf „On the Run“ kaum Ausfälle und die Band bringt mit „On the Run“, „Better late, than never“ „Waitin in the Line“ und vor allem „Jokeman“ Ohrwurmfutter vom aller edelsten an die Höher. Das Album strotzt nur so vor Energie, das man gerne über den schlechten Klang und der dreisten Identitäs-Klaue von Push hinweg sieht. Wer sich mit der Band Push nicht auskennt, dem sei gesagt das die Dänen fast so klingen wie White Lion in ihrer „Pride“ und „Big Game“-Phase. Der Sänger Martie könnte ein kleinerer Bruder von Mike Tramp sein, klingt nur ein wenig heller. Der Gitarrensound bei Push ist auch an dem der 80ger Vorbilder angelehnt. Beim ersten Kontakt mit Push habe ich noch Laut „Copycats“ gebrüllt, doch die CD hat mich schnell verstummen lassen. Es gibt so viele Bands welche sich schamlos an den großen Vorbildern der 80ties bedienen. Warum dann nicht auch einer bei White Lion. Ich höre mir dann lieber ein mit Spielfreude und Feuer herausgeputztes „Too late“ oder „Believe in Love“ an, als wie ich mir die Ohren mit New-Metal-Gebrunze versaue.
Neben den Vier Highlights welche ich schon weiter oben genannt habe, sticht die Hymne „Never too Loud“ heraus, hier versuchen Push eine Stadion-Hymne zu kreieren und es gelingt ihnen auch gut. Das Album könnte für meine Ohren sicher ein wenig besser klingen, doch es ist die bisher stärkste Scheibe für mich. Zwei meiner Kollegen haben zwar andere Scheiben der Dänen noch besser bewertet, doch das kann ich nicht so ganz unterschreiben.
Eines haben aber alle Push-Alben gemeinsam und das wären unterirdische Schäbi-Cover-Artworks, die mich teilweise an die unterste Klasse der 80ger Band a la Battelaxe oder Steeler erinnern.