Punchlined - Lick & Stick

3.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Eigenproduktion

Besetzung
Gesang – Sascha Berger
Gitarre – Giovanni „Joe“ Cucinella
Schlagzeug – Richard „Die Krake“ Fendrik
Bass – Jens Freudenberg

Tracklist
1. Too Late...Lost In L.A.
2. Lick & Stick
3. Wipe Your Tears Away

Datum: 08.08.2008 - Autor Psychobimbo
Wie schräg muss man drauf sein wenn man als Ex-Dorffest- und Proberaum Hansdampfmusiker sich berufen fühlt durch das Wiederaufkeimen von Bands wie Kiss oder Mötley Crüe Teil des grassierenden Reunionsfieber zu werden? Gut, wenn man mit Passion und Leidenschaft zur Sache geht, dann kann man auch als kleines Licht für Freude bei eventuellen Hörern sorgen, wenn auch meistens doch eben auf einem kleinen Festchen in einem Provinznest und nicht in digitalisierter Form auf Tonträger.

Wenn man es nicht gebacken bekommt, bessere Kompositionen zu verfassen als Klaus Lessmann beim Morgenschiss, dann sollte man als Schuster doch besser bei seinen Leisten bleiben.

Hardrock der sleazigen Sorte lebt eben auch sehr viel von der Aura des gefährlichen und der Authentizität. Dazu gehört es zum Beispiel auch nicht wie der alternde Bäckergeselle aus Feldkirchen Nord auszusehen.

Aber egal, auf Cd spielt auch das keine Rolle. Was aber sehr wohl eine spielt ist das zum Großteil schwer nervenaufreibende Liedmaterial. Man möchte von Glück sprechen das es auf diese Scheibe nur drei Songs geschafft haben, denn brauchbar ist hier eigentlich nur einer. Und das ist die nette und ganz und gar unprätentiöse Ballade „Wipe Your Tears Away“. Hier fällt das eher zwiespältige technische Vermögen der Band fast nicht ins Gewicht.

Grundsätzlich ist die Rhytmusfraktion als Rückrad der Gruppe auch ihre Achillesferse und da können Sänger Sascha und Gitarrist Giovanni noch so anständig klingen.

Mein Rat ist der:

Gebt euch die alten Möchtegern-Schwerenöter live wenn ihr unbedingt meint, aber lasst die Finger von etwaigen Scheiben mit Eigenkompositionen von Punchlined. Bis man wirklich sowas braucht gibt es noch viel zum lernen für die Herrschaften. Zum Beispiel das Glaubhaftigkeit in dieser Genresparte das eine, und Fingerspitzengefühl beim Songwriting das andere Standbein ist auf dem man seine Daseinsberechtigung zieht.







last.fm Player


TOP-NEWS
Interview: Voodoo Six


RANDOM REVIEWS