Prong - Power Of The Damager

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
13th Planet Records/Soulfood

Besetzung
Gesang/Gitarre: Tommy Victor
Bass: Monte Pittman
Schlagzeug: Aaron Rossi

Tracklist
1.Looking For Them
2.No Justice
3.3rd Option
4.Pure Ether
5.Power Of The Damager
6.The Banishment
7.Worst Of It
8.Spririt Guide
9.Messages Inside Of Me
10.Can´t Stop The Bleeding
11.Bad Fall
12.Changing Ending Troubling Times

Datum: 15.10.2007 - Autor Claudio
Immer wenn ich wirklich schlechte Laune habe, dann ist der Griff zu Prong eine meiner ersten Ideen. Ich habe die Band mit „Beg To Differ“ entdeckt und bis zu „Rude Awakening“ mit Freuden gehört, doch dann kam das Übel. Es hat auch einen Namen „Scorpio Rising“, anders als vorher war die Bösartigkeit, die bei Prong immer vorhanden war, nicht mehr da und um es auf den Punkt zu bringen, dass Album war und ist einfach großer Müll. Mastermind Tommy Victor ist dann ja auch nur noch durch sein Mitwirken bei Ministry auffällig geworden und so habe ich Prong zu den Akten gelegt, da ich nicht ehr an eine Auferstehung glauben mochte.

Doch nun höre ich zum xten male „Power Of The Damager“ und ich traue meinen Ohren nicht. Was ich höre ist Prong, keine seichten Industrialschwurbelergüsse, sondern Prong. Aggressive Hardcore/Metal Eruptionen, die ich definitiv nicht erwartet, geschweige denn erhofft habe. Endlich wieder die Riffberge die Tommy Victor in früheren Zeiten zu einem Gott der Rhythmik und Intensität gemacht haben und bei denen so viele angesagte Band Anleihen genommen bzw. schamlos geklaut haben. Der typische Minimalismus aus Schlagzeug, Gitarre und Bass ohne großes Sologedöns und keinerlei Selbstdarstellung. Prong waren eine der ersten Bands die den Sprung aus der reinen Hardcoreecke zum metal gewagt haben und zählen mit Crowbar zu den Vorreitern des Metalcore, auch wenn sie mit der heutigen Auslegung des Stiles nichts mehr gemein haben.

Prong haben die Fähigkeit wieder erlangt Hits zu schreiben, man sollte sich einfach mal „The Banishment“ anhören und weiß genau was gemeint ist. Treibende Drums, eine Gitarre die sich in die Gehirnwindungen frisst und eine Gesangslinie, die man einfach nicht vergessen kann. Der Chorus des Songs bewegt unweigerlich den ganzen Körper, der Kopf fängt an zu nicken und selbst die äußeren Extremitäten können nicht still stehen.

Prong stehen nun wieder für hasserfüllte, emotionale Musik, die durch Intensität glänzt, aber trotzdem tanzbar und Eingängig ist. Prong sind wieder da und glücklicherweise sind sie wieder Böse, Kalt und einfach unbeschreiblich. Al Jourgensen sei Dank….







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