Pro Pain - No End In Sight

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Rawhead Inc.

Besetzung
Gesang/Bass: Gary Meskil
Gitarre: Tom Klimchuck
Gitarre: Eric Klinger
Schlagzeug: JC Dwyer

Tracklist
1.Let The Blood Run Through The Streets
2.Halo
3.Hour Of The Time (feat. Stephan Weidner)
4.To Never Return
5.Where We Stand
6.Phoenix Rising (feat. Rob Barrett)
7.Go It Alone
8.All Rise !
9.God´s Will
10.The Fight Goes On
11.Where We Stand (andere Version)


Datum: 17.08.2008 - Autor Claudio
Pro-Pain sind treue Seelen, seit vielen Jahren begleiten mich die New Yorker Recken und immer wenn es sein musste, haben mich die Herren aus meiner Lethargie gerissen und böse Gedanken mit ihren aggressiven Brechern zwischen Hardcore und Metal vertrieben. Ich kann der Band nur dafür danken und eigentlich freue ich mich au jedes Pro-Pain Album. Bei Pro-Pain weiß man, was man bekommt, denn um ehrlich zu sein, ähneln sich alle Platten der Jungs doch ziemlich.

Innerlich vergleiche ich auch jedes Album mit ihrem Meisterwerk/Debüt “Foul Taste Of Freedom”, welches man eigentlich auch als erstes Metalcore Album aller Zeiten bezeichnen könnte, wenn es denn die Bezeichnung Metalcore damals schon gegeben hätte.

Aber genug in Vergangenem geschwelgt und wenden wir uns ihrem inzwischen 11ten Studioalbum, ich lasse dieses Covergedöns absichtlich weg, “No End In Sight” zu. Der Opener verheißt schon viel Gutes, denn bei “Let The Blood Run Through The Streets” wird in schönster Bollomanier losgelegt, Metal fehlt bei dem Song beinahe gänzlich und es freut, dass die Jungs ihre NYHC Wurzeln nicht vergessen haben. Textlich sind die Jungs bei dem Song auch angepisst wie man sie kennt und ich glaube, dass ich Frontmonster Gary Meskil noch nie so aggressiv erlebt habe. Danach gehen sie ein wenig vom Gaspedal und mit “Halo” folgt ein Song, der auch sehr gut auf das Debüt der Herren gepasst hätte, alles ein wenig grooviger, mit einem feinen Mitgröhl Part. Und dann kommts. Bei “Hour Of Time” gibt sich Onkel Stephan Weidner die Ehre und mit der Band zusammen fabriziert er einen Song, den ich von Pro Pain nicht erwartet hätte. Teilweise recht Punkig, mit Bläsern, klarem Gesang und einem zu melodischen Chorus. Wenn man die Worte nicht versteht, dann könnte an beinahe an ein fröhliches Barliedchen denken und dann noch die rockigen Gitarren. Der Song klingt, wie man sich eine Kooperation dieser Parteien vorgestellt hätte, irgendwie zwiespältig im Abgang, aber vergessen kann man den Song auch nicht.

Stephan Weidner ist aber auch nicht der einzige Gast auf “No End In Sight”. Mit Rob Barrett gibt sich noch ein Musikus die Ehre, den man auf einer Pro Pain Scheibe nicht erwartet hätte, oder könnt ihr Zusammenhänge zwischen Pro Pain und Cannibal Corpse sehen? “Phoenix Rising” ist aber ein typischer Pro Pain Song geworden, bei dem ich zuerst alles verstanden habe, nur nicht “Phoenix”, der als Besonderheit eine klassische Metal Gitarre beinhaltet und ein Soli beinhaltet, dass man bei Pro Pain in dieser Art und Weise auch nicht jeden Tag zu hören bekommt.

Es wäre müßig, jetzt noch jeden Song auseinander zu nehmen, denn im nachhinein stellt sich “No End In Sight” als typische Pro-Pain Scheibe dar, die aber mehr Überraschungen beinhaltet, als man zuerst erwarten könnte. Manchmal ein wenig punkiger, rockiger um dann doch klassischer zu bollern. Auffällig ist aber der klare Gesang, der scheinbar tatsächlich auch von Brüllwürfel Meskil gesungen wird, der erfrischt ein neues Kapitel für die Band aufschlagen könnte. Putzig ist auch, dass nicht 10, sondern 11 Songs auf dem Album sind. Song 11 ist ein Hiddentrack, der mal gar nicht versteckt ist. Es handelt sich einfach um eine etwas aggressivere Variante von “Where We Stand” und wird einfach nicht erwähnt, obwohl es in meinen Ohren die bessere Variante ist.

Bleibt anzumerken, dass im Lager Pro-Pain wirklich kein Ende in Sicht ist. Auch wenn die Jungs aus dem Big Apple keinen Innovationspreis mehr gewinnen werden und wieder nicht an “Foul Taste Of Freedom” herankommen, ist “No End In Sight” ein gutes Album geworden, dass sich Fans der Band ungehört kaufen können. Pro-Pain Songs sind für die Bühne geschrieben nd entfalten da erst ihre volle Kraft und so schließe ich mit dem Titel des eigentlich letzten Songs des Albums ab: “The Fight Goes On”







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