Pride&Glory - Same

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1994

Label
Geffen Records

Besetzung
Gesang/Gitarre: Zakk Wylde
Bass: James Lomenzo
Schlagzeug: Brian Tichy

Tracklist
1.Losin´your Mind
2.Horse called War
3.Shine On
4.Lovin´ Woman
5.Harvester of Pain
6.The Chosen One
7.Sweet Jesus
8.Troubled Wine
9.Machine Gun Man
10.Cry Me a River
11.Toe´n the Line
12.Found a Friend
13.Fadin´Away
14.The Wizard-Japan Bonus
15.Hate your Guts

Datum: 30.01.2007 - Autor Jörg
Seine stark ausgeprägten Wurzeln und seine Liebe zum Southernrock verarbeitete der, damals noch sehr junge Zakk Wylde mit seiner ersten Veröffentlichung, außerhalb der Band von Ozzy Osbourne. Das Trio Pride&Glory machte diese Scheibe in einer der vielen Pausen in der Zakk Wylde zum Nichtstun verurteilt war. Da sein Arbeitgeber Ozzy mal wieder „Aua-Arm“ hatte oder in Rente wollte. Aber nur Bier saufen und gedankenverloren im Schoß seiner Freundin/Frau rumpulen, das war auf Dauer nichts für den Hansdampf.

Zusammen mit seinen Kumpels Brian Tichy an den Drums und den ehemaligen White Lion-Tieftöner James Lomezo, wurden viele Jams und Sessions abgehalten. Das dabei den großen Vorbildern wie den Allman Brothers, Lynryd Skynryd und Black Sabbath mehr als kräftig gehuldigt wurde, hört man hier auf jeder Note. Aus diesen Sessions entstanden viele schlagkräftige Songs wie „Horse called War“, „Machine Gun Man“ oder dem coolen Opener „Losin´your Mind“. Schnell zeigte sich Geffen Records interessiert und schickte dann auch bald Pride&Glory ins Studio. Damit die 3 dort ihr eigenes Gebräu aus den bekannten Zutaten brauen konnten.

Zakk Wylde stand hier auch hinter dem Mikrofon und die Welt staunte nicht schlecht wie aus dem jungen, früher etwas zurückhaltenden Gitarrenhero eine so assig-geile Röhre kommen konnte. Die Redneck-Attitüde tat dann noch ihren Rest und Pride&Glory wurden zum absoluten Muss. Viel Bier und jede Menge Schweiß und Fried Chicken stecken in dieser Scheibe und mit jedem Durchlauf spürt man den Südstaaten-Charme. Das gemischt mit der Black Sabbatschen Heaviness mit der Mr. Wylde seiner Klampfe zur Leibe rückt, macht den unnachahmlichen Charme dieser langen Scheibe aus. Die Japan-Version wurde noch mit einer endgeilen Coverversion von „The Wizard“ (natürlich Black Sabath) auf über 80 Minuten Spielzeit gepusht.

Wer kann sich nicht an die Auftritte erinnern, als Pride&Glory auf einem Festival spielten und dort eine halbstündige Version von „War Pigs“, mit langen und ausufernden Solos, ins Publikum schmetterten. Einfach brillant diese Band, leider wurde dieser Black Sabbath-Song nicht mit auf das Album gepackt.

Ganz egal wo man den Laser ansetzt, der harte Southernrock/Metal dröhnt und rockt allmächtig durch die Boxen und lässt die Gläser im Schrank der Nachbarn erzittern. Das höllische Harmoica-Gejaule in „Shine On“ peitscht den Song geradezu auf. Oder die Orchester-Unterstützung die "The Chosen One" zu einem mächtigen Monstersong anschwellen lassen, sind einfach nicht von dieser Welt.

Doch auch besinnliche Töne schlagen Pride&Glory an, mit „Sweet Jesus“ ist eine teuflisch gute Ballade am Start und hier singt Zakk einfach grandios und voller Emotionen. "Cry me A River" ist ein totgeiler Akustik-Song, der mein persönlicher Höhepunkt dieser CD ist.

Aus dieser Band ging dann ja einige Zeit später die Formation Black Label Society hervor, welche ähnlich kompromisslos-brachial zu Werke gehen.

Bei Pride&Glory stehen halt mehr die Southernrock und Country-Einflüße im Vordergrund und machen diese Scheibe so zu einem echten Erlebnis. Höre man sich nur mal das tolle „Lovin´ Woman“ an, da kommt die Liebe zu den südlichen Gefilden der USA so richtig zum tragen.

Stolz, rücksichtslos, ungestüm und voller ehrlicher Liebe wie der Süden der USA, so klingen Pride&Glory. Entweder man liebt Zakk Wylde oder man hasst ihn.







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