Pretty Vacant - Walkin´on a Tilt

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
Suncity Records

Besetzung
Gesang: Kenny Vacant
Gitarre: Dave Trace
Bass: Dave Belanger
Schlagzeug: Marc Anthony



Tracklist
1. Welcome Home
2. Can´t Stop
3. Walkin´on a Tilt
4. Slow Day
5. Born 2 Loose
6. Turn off the Sun
7. Shoulda said no
8. Shine
9. Everlasting
10. Anything Goes
11. Love Club
12. Stardust (Demo)
13. Mystery Tour (Demo)
14. Hangin´around (Demo)
15. Sunste Blvd (High School Demo)

Datum: 28.04.2007 - Autor Jörg
1988 haben Pretty Vacant aus Cleveland, Ohio ihre einzige Scheibe unter die US-Banger gebracht. Abseits vom Sunset Strip auf dem platten Lande sozusagen machten sich Drummer Marc Anthony, Bassist Dave Belanger, Sänger Kenny Vacant und Gitarrist Dave Trace daran den Leuten ihre Vorstellung von Glamrock näher zu bringen. Das einzige Album erschien auf New Renaissance Records in einer winzigen Auflage und war schnell vergriffen. Das Teil dürfte heute Mega-Rar sein, so fern es überhaupt noch welche im Umlauf sind. Die Scheibe von 1988 gab es damals nur auf Vinyl oder Kassette und nannte sich „…and we don´t care“, dies ist sozusagen die CD-Premiere für die Songs.

Nun haben sich SunCity Records Pretty Vacant angenommen und geben uns „Walkin´on a Tilt“ zum kaufen. Eine Band welche sich nach einem Sex Pistols-Song nennt und aussieht wie die Poser-Buben, was machen die wohl für einen Sound? Irgendwie sind neben Punkbands der 70ger auch Bands wie Poison oder Pretty Boy Floyd welche irgendwo ihren Spuren hinterlassen haben. Doch die Bands waren ja auch mehr oder weniger am Anfang ihrer Karrieren.

Pretty Vacant lege ich jedem Glamrock-Fan ans Herz, da viele der neuen Bands eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Sound auf diesem Album haben. Sicher sind Pretty Vacant keine mächtigen Überflieger, doch haben sie einen gewissen Charme. Die CD klingt roh und recht Naturbelassen, was die Punkige Attitüde noch ein wenig mehr unterstreicht.

Kritikpunkt an Pretty Vacant wäre wohl der Sänger Kenny Vacant, der sich mehr recht als schlecht durch die Songs singt. Dünne Stimme eben, die eben besonders bei den ruhigeren Songs –hier kommt noch eine gewisser Beatles-Schlagseite hinzu, höre Mann bei „Slow Day“, etwas negativ bemerkbar macht. Hier und da hätten die Vier auch mal ein klein wenig länger über den ein oder anderen Song brüten können, da sich etliches schon von anderen her bekannt anhört. Wer jetzt zuerst da war, kann und will ich nicht beurteilen. Insgesamt gesehen ist „Walkin´ on a Tilt“ aber schon sein Geld wert und toll aufgemacht, viele alte Photos und alle Texte. Als Bonus bekommt man hier noch 4 Demo-Songs, wo bei 2 Coversongs sind (Beatles und Ramones), die Soundmässig wie unbearbeitete Live,-oder Proberaumaufnahmen klingen. Für Sammler und Fans des Genre ist die CD unumgänglich, wer solche Musik nur ab und zu hört, sollte sich nach den bekannten Namen umsehen.









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