Erscheinungsjahr
1997
Label
Massacre
Besetzung
Gesang: Ronnie Atkins
Gitarre: Ken Hammer
Keyboard: Alan (Stevie) Owen
Bass: Ken Jackson
Schlagzeug: Michael Fast
Tracklist
1. Resurrestion
2. Freakshow
3. Dead of Alive
4. Die with yout Dreams
5. Fly me Out
6. Live until it hurts
7. Spooked
8. Twisted
9. If it can´t be Love
10. Never too Late
11. Your mind is where the money
12. Hard Luck Woman
13. The One that should not be
Datum: 29.05.2004 - Autor Jörg
Nach einigen eher durchschnittlichen, bis hin zu fast schon langweiligen Scheiben, liefen die Dänischen Hardrocker 1997 wieder zur gewohnten Hochform auf, die man bei ihnen seit „Jump the Gun“ vermisst hatte. Mit einem Hammermäßigen Start „Freakshow“ und „Dead or Alive“ eröffneten Ken Hammer und Kollegen eine Scheibe, die es in sich hatte. „Spooked“ wird bei mir immer in einem Atemzug mit „Future World“ und „Red, Hot and Heavy“ genannt. So gehört die CD auch in meiner Pretty Maids-Beliebten-Liste auf den 2ten Platz., gleich hinter der ersten EP, die für mich einfach das Beste Scheibchen der Dänen ist. Aber nicht nur mit dem Vorschlaghammer brechen die Rocker hervor, auch die gewohnt etwas kommerzielleren Songs im Stile von „Live until it hurts“ oder des bärenstarken „Die with your Dreams“ sind purster Zucker, die Melodien gehen flüssig ins Ohr und mag die CD gar nicht mehr zur Seite legen. Einige kleinere Modernere Spielerein haben auch den weg aufs Album, gefunden, die stoßen mir aber nicht groß negativ auf. Handelt es sich hier und da, um einen kleinen Sample oder so. Das schon erwähnte „Die with your Dreams“ enthält zum Schluss hin, einen kleinen Part wo man eine Dudelsack heraushört, klingt sehr cool. Auf „Spooked“ lässt die Band endlich wieder in gewohnter Manier die Muskeln spielen und fährt einen Hit nach dem anderen auf. Fans der Band kommen ohne Frage auf ihre Kosten, hier liefert man endlich wieder ein Album ab, welches durchgehend stark tönt. Auf den Vorgängern waren hier und da mal ein paar gute Stücke vertreten, aber im Ganzen überzeugte mich keine der Scheiben – die Live-CD mal ausgenommen. Noch ein besonderes Schmankerl haben sich Pretty Maids für alle Kiss-Fans ausgedacht, mit „Hard Luck Woman“ hat man hier eine sensationelle Coverversion des alten Gassenhauers eingespielt. Der Song passt hervorragend zur Reibeisen-Stimme von Ronny Atkins und klingt in meinen Ohren besser als das Original. Ein Album ohne Makel, was will man mehr? Eben, viel besser geht es nicht und auch nach etliche Jahren im Dauereinsatz hat „Spooked“ nicht von seiner Frische und Power verloren, so lobe ich mir das.