Erscheinungsjahr
1981
Label
Canyon international
Besetzung
Gesang & Gitarre: Tino Troy
Gitarre: Steve Carrol
Bass &Gesang: Chris Troy
Schlagzeug: Dave Potts
Tracklist
1. Cheated
2. All day and all of the night
3. Running for tomorrow
4. Rich City Kids
5. Lovers to the Grave
6. Panic in the streets
7. Beads of Ebony
8. Flirting with Suicide
9. Children of the Earth
Datum: 30.05.2004 - Autor Jörg
Die englischen Hardrocker von Praying Mantis gehören wohl eher zu den Verlierern der NWOBHM, gehörte man eher zu den melodischeren Vertretern dieser Musik-Welle, so konnte die Band leider nie an ihre ersten Erfolge anknüpfen und im Gespräch bleiben. Durch diverse Querelen stellte sich die Band mehrfach selber ein Bein und zerbrach schließlich an Business-Kram. 1981 klangen Praying Mantis noch einiges rauer als ihre späteren eher dem AOR-Bereich zuzuordnen Scheiben, aber man hatte schon immer eine Vorliebe für herrliche majestätische Melodien. Mein Brieffreund aus Japan stieß mich vor ein paar Jahren auf diese göttliche Band, durch die bei mir ein neuerwachtes Interesse an Hardrock, AOR Glamrock usw.ausgelöst wurde. Ohne die Mantis würde ich jetzt wohl hier nicht sitzen und Artikel für die Webseite tippen. Aber nun zur CD, das Debüt fiel schon mal durch sein hervorragendes, von Götter-Zeichner Rodney Mathwess angefertigte Cover auf. Auch die Musik schlug bei mir wie eine Grante, obwohl das Album mit dem schwächsten Song "Cheated" beginnt und die Coverversion von "All day and all of the night"ist auch alles andere als eine Offenbarung ist. Aber was dann folgt ist, sozusagen Götterdämmerung, kein einziges Lied welches noch auf "Time tells no Lies" steht ist kaum weniger als Gottgleich. So was von Brillant und schön, die Stücke muss man einfach lieben. Egal ob nun Balladen wie "Lovers to the Grave" oder harte, mal stampfend oder dann wieder flott gespielte Rocker,"Panic in the Streets" oder das genital geile "Rich Kids". Alles verschmilzt zu einem Album welches nur von Göttern eingespielt worden sein kann. Hört euch nur diese starke und unglaubliche Lied "Flirting with Suicide" an, da Gäsnehaute ich jedes Mal ohne Ende. Die beiden Brüder Chris und Tino Troy teilen sich hier noch den Gesang, die beiden sind eigentlich gar keine Über-Sänger, aber mit ihrem Gespür für geile Songs macht das alles Sinn. Die Scheibe gehört mittlerweile zu den 20 Alben die ich mitnehmen würde, wenn ich auf die berühmte einsame Insel müsste. Eine Platte welche sich als eine der wenigen Scheiben, die ich in den letzten 5 Jahren kannengelernt habe und ohne die ich nicht mehr könnte. Auf alle Fälle hatten die Praying Mantis einen Fan in Deutschland mehr und ich eine Lieblingsband mehr. In Ewigkeit Amen.