Poison - Crack a Smile...and more

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2000

Label
Capitol

Besetzung
Bret Michaels: vocals, rhythm &acoustic guitar
Bobby Dall: bass, backing vocals
Rikki Rockett: drums, backing vocals
Blues Saraceno:lead, rhythm& acoustic guitar, piano

Tracklist
1. Best Thing You Ever Had
2. Shut Up, Make Love
3. Baby Gets Around a Bit
4. Cover of a Rolling Stone
5. Be the One
6. Mr. Smiley
7. Sexual Thing
8. Lay Your Body Down
9. No Ring, No Gets
10. That's the Way I Like It
11. Tragically Unhip
12. Doin' as I Seen on My T.V.
13. One More For The Bone- outtake
14. Set You Free -previously unreleased,
15. CRACK A SMILE -unfinished demo outtake
16. Face The Hangman -outtake from OPEN UP..
17. Your Mama Don't Dance -MTV unplugged
18. Every Rose Has Its Thorn MTV unplugged
19. Unskinny Bop -MTV unplugged
20. Talk Dirty To Me -MTV unplugged

Datum: 25.08.2006 - Autor Jörg
Nach ihrem grandiosen, aber leider recht erfolglosen- an den Verkäufen gemessenen Album „Native Tongue“ von 1993, warfen Poison erst mal die Flinte ins Korn und machten was anderes. Jeder für sich sozusagen, im Jahr 1996 erschien noch mal eine „Greatest Hits“ aber die CD interessierte auch kaum jemanden. Noch mal 4 Jahre später, Grunge-Hype und anderen Unfug sind fast schon vergessen und Poison krabbeln aus ihren Löchern.

Fast in der Original-Besetzung, denn Gitarren-Crack C.C.Devile versuchte sich derzeit ja an Samantha 7, wenn ich richtig informiert bin. Richie Kotzen, der ja „Native Tongue“ zu einem künstlerischen Highlight machte, war schon mit Mr Big über alle Berge und konzentrierte sich zudem noch auf seine Solo-Scheiben.

Ein gewisser Blues Saraceno, der schon bei Kingdom Come auf „Hands of Time“ und etlichen Tribute-Alben, spielte nahm den Posten als Klampfer bei Poison ein. Wieder ein wenig anderer Stil and der Gitarre und irgendwie mag ich die Scheibe doch recht gern. Teilweise ist es Stimmungs-Abhängig ob ich das Teil mit Spass höre, oder nach einigen Songs wieder aus dem Player banne.

„Crack a Smile“ klingt irgendwie über weite Strecken wie eine Mischung aus „Poor Boy Blues“ und „Native Tongue“ mit noch mehr Akustik-Gitarren. Den Glam-Fans wird diese Scheibe nicht so wirklich geschmeckt haben und leider ist der Bandname Poison, mit dem wird man auch im Jahre 2000 immer noch nicht wirklich ernst genommen. Was ich irgendwo kacke finde, denn „Be the On“, „Best thing you ever had“ oder “Lay your body down” sind einfach geile Songs, die Blues-getränkt daher kommen.

Gut so Anfälle wie beim Anfang von „Shut up, make Love“ lassen mich auch erschreckt aufblicken, doch das ist ja nur von kurzer Dauer. Symphatikus Bret Michaels trägt die Scheibe mit seiner unverwechselbaren klingenden Stimme und es macht stellenweise echt Laune der Scheibe zu zuhören. Zugegeben es haben sich einige mittelprächtige Lieder auf das Album geschlichen. Großen Spaß macht der alte Rock´n Roll-Song „Cover of a Rolling Stone“, das ist Gute-Laune-Feeling pur. Sorry, leider will mir der Interpret des Originals nicht einfallen.

„Crack a Smile“ hat den Zusatz „..and more“ und das macht die Sache richtig interessant, denn „More“ sind diverse Demos aus den „Crack a Smile“-Session. Ein kluger Schachzug den tollen Song „Gotta face the Hangman“ hier mit drauf zu packen, der damals die Flip-Side der „Every Rose..“ Single war, ein Poison-Kracher wie man es sich kaum besser wünschen kann. Damit aber noch nicht genug, die letzten 4 Songs bilden ein kleines Unplugged-Paket von alten Hits, welche Poison mal für die MTV-Show einspielten und die sind auch für Die-Hard-Fans, welche möglicherweise mit „Crack a Smile“ weniger anfangen können, interessant. Gar nicht mal so dumm diese Idee. Man hat aber auf jeden Fall eine CD mit 20 Songs.

Leider trieben es Poison auf dem „Power to the People“-Album arg bunt und auch „Hollyweird“ hat seine netten Momente, doch irgendwie ist da jetzt die Luft raus.







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