Pink Cream 69 - In10sity

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
Frontiers Records

Besetzung
Gesang: David Readman
Gitarre: Alfred Koffler
Gitarre: Uwe Reitenauer
Bass: Dennis Ward
Schlagzeug: Kosta Zafiriou

Tracklist
1.Children of the Dawn
2.No Way Out
3.Crossfire
4.I´m not affraid
5.A New Religion
6.The Hour of Freedom
7.Stop the Madness
8.Desert land
9.Out of this World
10.it´s just a state of mind
11.Wanna hear you rock
12.My Darkest Hour
13.Last train to nowhere

Datum: 12.03.2007 - Autor Jörg
VÖ: 23.03.07

Recht gespannt war ich auf den neusten Silberling der Karlsruher Multikulti-Gruppe Pink Cream 69. War meine Begeisterung für den Vorgänger „Thunderdome“ nicht gerade groß, hatte ich Hoffnung das die nächste Pink Cream Scheibe wieder mehr kickt. Ohne Frage, das tut sie ohne Ende. Ich fand ja das „Thunderdome“ ein wenig zu Metal ausgefallen ist und nun haben sich PC 69 wieder ein wenig auf die Zutaten besonnen welche die Band ausmachen. Eben großartige Melodien, astreine Hooklines und anspruchsvolles Songwriting. „Children of the Dawn“ eröffnet die Scheibe noch sehr düster und heavy, wird aber mit „No way Out“ ein modern und packender Melodik-Rocker hinterher geschoben. Der Einstieg ist schon mal gut gelungen, doch die Band packt den Stier bei den Hörnern und läuft mit „Crossfire“ zur absoluten Hochform auf. Danach wird das hohe Niveau nicht wieder unterschritten und jeder Song entwickelt sich zum Hit. Zieht euch mal „I´m not Affraid“ rein, ihr rennt dann sofort zur Kasse und kauft euch diese CD. Das ist was ich Liebe auf den ersten Blick nennen würde. Ein solchen Knaller haben PC 69 ja auch jeder CD versteckt.

Fans der Band werden ihre helle Freude an „In10sity“ haben, denn genau das was Scheiben wie „One Size fits all“, „Endangered“ und vor allem „Sonic Dynamite“ zu dem machen was sie sind. Nämlich die Highlights in der Diskografie dieser außergewöhnlichen Band. In diese Reihe stellt sich „In10sity“ auch sofort und macht klar, dass hier wieder mit aller Kraft auf den Melodikrock-Thron geschielt wird.

Die Band entwickelt im laufe der Spielzeit immer wieder abwechslungsreiche Songs die Mal sehr hart, wie bei „Stop the Madness“, oder herrlich balladesk –höre hierzu „Last train to Nowhere“ daher kommen. „Out of this World“ mit seiner süchtig machenden Hookline gehört sicher bald zu den Publikumsfaves bei den Konzerte von Pink Cream 69.

Mittlerweile scheint sich auch der 2te Gitarrist Uwe Reitenauer im Studio bezahlt zu machen, denn der Sound ist hier sehr voluminös geraten und kann auch Live so wiedergeben werden. Der 2te Axeman war ja erst nur zur Verstärkung auf den Bühnenbrettern gedacht, ist aber nun festes Bandmitglied.

Für eine, sagen wir Mal, deutsche Band sind Pink Cream 69 herrlich klischeefrei und ein Song wie „Wanna hear your Rock“ kommt deshalb nicht peinlich rüber, wie es bei anderen passiert wäre.

Einziger Kritikpunkt meinerseits wäre das etwas arg grottige Coverartwork. Irgendwie versuchen die Pinkies hier optisch an die ersten beiden Scheiben anzuknüpfen, aber das hier schaut sehr arg aus. Mag sicher an meinen persönlichen Geschmack liegen, aber die Reaktionen auf das Bild waren schon anderer Stelle ähnlich.

Das soll aber mal nicht von der Musik abhalten, denn die ist erste Liga. Kein Wunder gehört die Band doch seit Jahren zu den Besten was Deutschland an Melodikrock/Metal hervorbringt. Es wäre zu wünschen wenn es jetzt mal richtig knallt und die Band auch verkaufstechnisch in die Oberliga wechselt.









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