Phenomena - Same

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1985

Besetzung
Glenn Hughes vocals
Cozy Powell drums
Mel Galley guitars
Neil Murray bass
Don Airey keyboards
John Thomas guitars
Richard Bailey keyboards
Ted Mckenna drums
Pete Green backing vocals
Alison McGuinniss backing vocals
Robin Smith keyboards
Richard Sanders fiddle
Neil Willars boy soloist
Paul Robinson backing vocals
Midland Boy Singers vocals

Tracklist
1. Kiss of Fire 4:56
2. Still the Night 3:27
3. Dance With the Devil 4:43
4. Phoenix Rising 4:48
5. Believe 5:53
6. Who's Watching You 3:40
7. Hell on Wings 3:53
8. Twilight Zone 4:15
9. Assassins of the Night 5:06
10. Running With the Pack 3:10
11. Phenomena 2:04


Datum: 10.01.2006 - Autor Jörg


Ein großes Staraufgebot sammelte der Gitarrist Mel Galley um sich, damit trieb er ein Projekt an welches unter AOR-Liebhabern für feuchte Hände und stramm gespannte Hosen sorgten. Mit Leuten wie Cozy Powell an den Drums, Neil Murray am Bass waren 2 erfahrene Whitesnake-Leute mit von der Partie. Für den Gesang sorgte „The Voice of Rock“ Glenn Hughes und ist für auch Grund gewesen diese CD in meine Sammlung aufzunehmen. Sicher ist diese Scheibe legendär und ein echter Klassiker, doch ich finde diese CD stellenweise arg schmalzig geraten. Denn die Keyboards kleistern auf diesem Album stellenweise echt penetrant alles zu was nach Soundlücke aussieht. So fängt das beim Opener „Kiss of Fire“ schon an und fällt mir unangenehm auf. „Still the Night“ wurde Jahre später von John Norum, mit Glenn Hughes zusammen, für Norums 2tes Solo-Album noch mal aufgenommen. Die Norum-Version gefällt mir wegen der Axt-Power doch um einiges besser, wie das Original hier. Sicher der Song ist gut, doch was den Härtegrad, oder sollte ich besser den Rockgrad schreiben? Angeht ist es AOR pur. Über die Gratwanderung zwischen knackig und schmalzig bei dieser Musikrichtung habe ich mich schon öfter ausgelassen und die Genre-Wächter werden mich hassen. Aber Phenomena ohne Glenn Hughes wäre eine struzen öde Scheibe. Die Hooklines sind sicher vorhanden, doch werden die schönen Melodien immer wieder durch ein extrem kitschiges Keyboard in den Keller gedudelt. Ich versuche mir oft vorzustellen, wie ein „Dance with the Devil“ klingen würde, wenn es mit mehr Pfeffer gespielt würde. Immer wieder erwische ich mich dabei, dass ich die Scheibe zum Teufel wünsche, dann aber rettet Sänger Glenn Hughes die Songs.

Ich bin mir sicher das sich hier und da einer nerven wird, der dieses Review liest und sicher eine andere Meinung über diesen Klassiker hat, aber es muss einem schon sehr der Hang zum Kitsch nahe liegen um richtig in Begeisterung für diese CD auszubrechen. Zudem klingt der Gesamtsound der Scheibe doch extrem nach Mitt-80ger und ist teilweise so produziert wie so manche Pop-Scheibe aus der Zeit.

Das Original-Album ist mittlerweile schwer gesucht und es gab wohl mal im Jahre 1992 eine Neu-Veröffentlichung über Empire-Records.

Ich empfehle dem Käufer dieser Scheibe, so fern er sie mal auftreibt, vorher rein zu hören. Ein Klassiker ist „Phenomena“ sicher, aber auch da gehen die Geschmäcker weit auseinander. Kann man haben, ist aber in meinen Augen echt kein Muss.









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