Paradox - Product of Imagination

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1987

Label
Roadrunner Records

Besetzung
Gesang/Gitarre: Charly Steinhauer
Gitarre: Markus Spyth
Bass: Roland Stahl
Schlagzeug: Axel Blaha

Tracklist
1. Openning Theme
2. Paradox
3. Death, Screaming and Pain
4. Product of Imagination
5. Continuation of Invasion
6. Mystery
7. Kill that Beast
8. Pray to the Godz of Wrath
9. Beyond Space
10. Wotan II
11. Paradox-Live
12. Death, Screaming and pain-Live
13. Execution-Live
14. Pray for the godz of Wrath-Demo

Datum: 02.04.2008 - Autor Jörg
Das Debüt der süddeutschen Speed`n Thrash-Band Paradox schlug seinerzeit ein wie eine Bombe und konnte in allen Magazinen super Reviews und hohe Noten abkassieren, es reichte im deutschen Rockhard sogar zum Album des Monats, wo sich Paradox gegen Judas Priest und Ozzy Osbourne durchsetzten konnten. Und auch heute noch kann das Album völlig überzeugen und ist jede Jubelkritik von damals wert. Paradox wurde ja schon als die deutschen Erben von Metallica gehandelt, gar nicht mal so schlecht der Vergleich, denn der Speedmetal hier wurde hörbar von den Bay Area-Größen der damaligen Zeit beeinflusst. Technisch gesehen –oder gehört, sind Paradox kaum schlechter als die Bands aus Übersee. Die Riffs aus der Flying V von Bandsboss Charly Steinhauer sind messerscharf und treffen auf den Punkt. Dazu noch feinste Melodien und einiges an Ohrwurmhymen.

Das erste Mal bekam ich Paradox auf dem „Stars on thrash“-Sampler von Roadrunner Records zu hören, dort tummelte man sich mit bereits bekannten Gruppen wie Flotsam&Jetsam, Slayer, DRI, SOD oder Mucky Pup und noch recht frischen Bands wie Atrophy, der beknackten Great Kat oder Toxik. Ich bin damals immer davon ausgegangen, das Paradox eine Ami-Band wären. Sie klangen aber auch eher nach den bereits erwähnten Bands als wie nach Sodom, Destruction oder Darkness.

„Paradox“ ist der göttliche Opener und noch heute kann ich mich an dem Lied kaum satt hören, dürfte so in etwa eines der geilsten Stücken aus dem Fundus von Paradox sein. Aber auch solche Speed-Hämmer wie „Mystery“, dem coolen „Death, Screaming and Pain“ oder dem über 7 Minuten langen Titelsong gehört Aufmerksamkeit geschenkt.

Kalle Trapp setzte die Songs auf „Product of Imagination“ in ein, für die Zeit, kraftvolles und Up-To-Date-Soundgewand. Später wurden Blind Guardian mal mit Paradox verglichen, was aber wohl an der Produktion von Kalle Trapp liegen wird, der Drumsound klingt hier sehr ähnlich. Tut dem alles keinen Abbruch, ich mag das Pardox-Debüt super gerne. In der allgemeinen Fangunst liegt zwar der Nachfolger „Heresy“ höher in der Gunst, doch das ist Geschmacksache. Ich mag „Heresy“ ja auch.

Allerdings haben bei mir „Kill that Beast“ , „Beyond Space“ oder das geile „Pray to the godz of Wrath“ eben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Zum Glück gibt es „Product of Imagination“ seit einigen Jahren als Re-Release von High Vaultage (1999) und jüngst haben Metal-Mind Productions das Album auch noch mal neu aufgelegt. Diese beiden Versionen unterscheiden sich wohl nur darin, das die Metal-Mind „Product..“ im üblichen Diggipack erscheint. Also sind auch hier die Live-Songs und einem Demo von „Pray to the Godz …“ vom 1987 erschienenden „Teutonic Invasion“-Sampler.







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