Paganini - Medicine Man

9.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Pazouzou/NL Distribution/Alive

Besetzung
Vocals: Marco Paganini
Guitars: Dale Powers
Bass: Kiki Cretin
Drums: Diego Rapaccguetti

Tracklist
01. Medicine Man
02. The Secret
03. End Of The Line
04. Teardrops
05. The Only One
06. Keeping It Real
07. Easy Come, Easy Go
08. Stomping Grounds
09. I DonZt Want Your Love
10. Faith Healer
11. Faith Healer (Extended)

Datum: 18.07.2008 - Autor Vince
Die Nachricht des Jahres aus Schweizer Sicht kommt aus dem Hause “Paganini” denn überraschenderweise hat sich die 80er Legende von seinen Industrial Experimenten verabschiedet. Alben wie „Esoterrorism“ und „Resurrection“ waren vom musikalischen und anspruchsvollen Aspekt her zwar absolut geil aber irgendwie wollte man doch den alten „Paganini“ wieder haben und Freude das bekommt ihr bei „Medicine Man“. Ich hätte nie und nimmer ein solches Album von „Marco“ erwartet da ich dachte er wolle nicht wieder zurück zu den Wurzeln. Für die satte Produktion zeigt sich übrigens „Gerhard Magin“ verantwortlich, dieser hat schon Alben von Bands ala „Crematory“ und „Mystic Circle“ veredelt. Mit dem schleppenden TIteltrack „Medicine Man“ wird das Album eröffnet und hier bei zeigt sich der Ausnahme Sänger stimmlich von einer ganz anderen Seite. Nachdem ich den ersten Track gehört habe, habe ich wirklich die CD aus dem Player gezogen um mich zu vergewissern dass ich hier wirklich die richtige Scheibe im Player habe. „Paganini“ singt derart anders dass ich ihn kaum erkannt hätte, dies spricht natürlich für ihn. Auch bei „The Secret“ und „End of the Line“ geht es im Midtempo zu Gange, die Melodien sind cool und sehr 80er orientiert. Die Ballade „Teardrops“ ist etwas schnulzig aber ist nicht das was wir gewollt haben? Mit „The Only One“ liefert uns „Paganini“ der mit „Dale Powers“ übrigens einen phantastischen Gitarristen am Start hat einen kleinen Hit. „The Only One“ ist verflucht catchy und entpuppt sich als wahrer Ohrwurm, nur schon dieser Titel alleine ist das Geld wert liebe Freude. Wenn ich mir „Medicine Man“ so anhöre, habe ich das Gefühl dass „Marco“ gezielt sich nicht nur an seinen 80er Wurzeln orientiert hat, sondern auch an den 70er. Die Ballade„Easy Come, Easy Go“ ist ein weiteres Prunkstück der Scheibe, erinnert mich unglaublich stark an „Phil Lewis“ und seine „L.A.Guns“ vom Stil her, echt sleazy! Bei „Stomping Grounds“ knallt uns die Band eine fette Sleaze Killer Nummer um die Ohren, „Marco“ klingt hier „Stephen Pearcy“ zum verwechseln ähnlich, geil geil geil! „Paganini“ trifft den Nerv der Zeit denn Hard Rock und Sleaze Metal ist so in wie seit Anfang der 90er nicht mehr und auf „Medicine Man“ stellt er unter Beweis das er jeder Zeit in der Lage ist ein Hard Rock Album zu veröffentlichen das die Schweizer Konkurrenz in den Schatten stellt. So hoffen wir doch dass „Marco“ noch lange Bock hat mit dem Sleaze Zepter die Weltherrschaft an sich zu reissen. Das einzige was mir auf „Medicine Man“ fehlt ist die Härte, hier bei hätte ich mir einwenig „Hardcore Superstar“ Knallkraft gewünscht. Mit „Faith Healer“ geht dieses tolle Album dann leider auch schon zu Ende und hier erinnert der Sound an die 70er Epoche von „Black Sabbath“ und „Deep Purple“ die mit bombastischen Sound Elementen die Era vom Flower Power Tunten Gedudel beendet haben.

„Paganini“ sind zurück, stärker als je zuvor und hier herrscht Hard Rock der edlen Sorte! Zum Schluss sollte noch die Gesangsleistung angesprochen werden, denn der Mann klingt wirklich ganz anders als auf den letzten beiden Alben und zeigt uns eine ganz andere Fassette seinen Könnes…Respekt!





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