Ozzy Osbourne - Black Rain

9.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
Sony

Besetzung
Ozzy Osbourne – Vocals
Zakk Wylde – Guitars and Keyboards
Mike Bordin – Drums and Percussion
Blasko - Bass

Tracklist
1. Not Going Away
2. Don´t Wanna Stop
3. Black Rain
4. Lay Your World Down On Me
5. The Almighty Dollar
6. 11 Silver
7. Civilize The Universe
8. Here For You
9. Countdown´s Begun
10. Trap Door

Datum: 19.05.2007 - Autor Psychobimbo
Der Madman of Rock ´n´ Roll, der Prince Of Fuckin´ Darkness ist zurück! Nein, nicht der vertrottelte Greis, die MTV Witzfigur zu der Ozzy geworden ist sondern die Heavy Metal Ikone.

Niemals hätte ich damit gerechnet das Ozzy nach dem blamablen Vorgänger noch so ein sattes und hervorragendes Album gelingen würde. Ob das nun an Co-Songwriter und Produzent Kevin Churko, Gitarrenmonster Zakk Wylde oder am Meister höchstpersönlich liegt ist mir vollkommen egal solange unterm Strich so eine Granate dabei rumkommt.

Der schleppende, tonnenschwere Opener „Not Going Away“ macht klar das hier wieder zu alten Tugenden zurückgefunden wurde und schon beim darauf folgenden „I Don´t Wanna Stop“ (welches einen überrollt wie ein Tsunami, nur das der gegen diesen Song noch als sanftmütig zu bezeichnen ist) ist bewiesen das der Black Sabbath Frontmann noch einmal alle Reserven zusammengenommen hat um dem Fan eine würdige und angemessene Scheibe zu präsentieren. Und mehr als das beste sollte man bei Ozzy und seiner erlesenen Mannschaft auch nicht erwarten.

Der Titelsong ist eine Abrechnung mit den schlimmen aktuellen Geschehnissen auf der Welt und passt lyrisch perfekt zu der harten musikalischen Ausrichtung.

Insgesamt wurde das typische Osbourne Songwriting mit einem modernen Klanganstrich versehen. So klingt „The Almighty Dollar“ z.B. wie ein Marilyn Manson Song durch den Ozzy Katalisator gejagt. Im Allgemeinen wird besonders bei den Vocals viel mit Effekten gespielt um des Metal Gotts stimmlichen Abbau zu retuschieren, was aber bei weitem nicht als störend empfunden werden kann.

Als einzigen Ausfall würde ich die kitschige, obligatorische Ballade „Here For You“ bezeichnen die man so jetzt schon zu oft von Ozzy gehört hat. Ansonsten klingt vieles nach einer Mixtur aus bekannten Trademarks und dem ultraharten Sound den man von Zakks Band, den metallisch rockenden Black Label Society her kennt. Überhaupt scheint Zakk ein wenig das Zepter an sich gerissen zu haben, denn so dominant waren die Gitarren auf einem Ozzyalbum noch nie in den Vordergrund gemischt. Egal ob zerschmetterndes Riffing oder in Fetzen reißende Soli, hier stimmt an der Sechsseitigen einfach alles und Wylde beweißt aufs Neue das er zu den derzeit genialsten Zupfern der Szene gehört. Gegen die Power die sein Instrument erzeugt kommen einem die Riffsalven der letzten Machine Head wie ein lauer Furz vor.

Ich will es nicht verschreien aber wenn es sich hier um das letzte Studioalbum des Ozzman handeln, dann ist diese Scheibe ein würdiger Abgang.

„Down To Earth“ war bemüht modern, „Black Rain“ hingegen ist wirklich zeitgemäß und darf als geglückt in die Discographie aufgenommen werden.

Wem ich jetzt hierfür danken muss, ist mir wie oben beschrieben egal. Hier hat man es mit dem stärksten Ozzy Osbourne Output seit „No More Tears“ zu tun und an „Black Rain“ kommt man als Heavy Metal Anhänger nicht vorbei.







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