Overkill - Immortalis

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
Bodog/Edel

Besetzung
Gesang: Bobby "Blitz" Elsworth
Gitarre: Derek Tailer
Gitarre: Dave Linsk
Bass: D.D. Verni
Schlagzeug: Rob Lipnicki

Tracklist
1. Devils In The Mist
2. What It Takes
3. Skull And Bones
4. Shadow Of A Doubt
5. Hellish Pride
6. Walk Through Fire
7. Head On
8. Charlie Get Your Gun
9. Hell Is
10. Overkill V... The Brand

Datum: 20.10.2007 - Autor Jörg
Ja also! Geht doch! Das waren die Gedanken, welche mir nach der ersten Einfuhr des neuen Longplayers der New Yorkter-Thrash-Legende Overkill durchs Hirn fegten. Endlich haben sie sich wieder auf starke Songs und durchweg starke Ideen erinnert und das auch in die Tat umgesetzt. Ich habe so meine Schwierigkeiten mit den Overkill-Scheiben ab 1999 (also seit Necroshine) gehabt, irgendwie zu zwanghaft hat man da versucht mit den jungen harten Bands aus dem Gehaue-Bereich mitzuziehen und hat sich das ein oder andere Mal gut verfranzt.

Nun haben sich Blitz, D.D. und Co wieder drauf verstanden geile Songs zu schreiben und diese auch mit Wucht und Elan umzusetzen. Nicht mehr auf Deibel-Komm-Raus die härtesten sein wollen. Overkill haben schon immer coole Songs ausgemacht, welche man nach gewisser Zeit im Kopf hatte und sich fabelhaft zu am Rad drehen lies.

„Immortalis“ hat einen brachialen Opener mit „Devils in the Mist“ und „What it takes“ drückt gleich noch mal das Gaspedal durch. Herrlich Thrash-Metal trifft auf moderne Songwriting Elemente und amtliche Produktion.

Das es immer noch Leute gibt welche Overkill vorwerfen sich Trends anzubiedern die kann ich nicht verstehen, diese Band hat sich Schritt für Schritt weiterentwickelt zu dem was sie heute ist. Schon 1997 waren sie nicht mehr die Band welche in den frühen 80gern anfing in New York los zu thrashen.

Obersympath Blitz gehört immer noch zu den herausragensten bzw. Sängern mit der originellsten Stimme im Thrash. Zum Glück haben Overkill mittlerweile darauf verzichtet Balladen zu schreiben. „Skull&Bones“ malt alles nieder und ist für mich eines der strammsten Midtempo-Overkill-Lieder seit gut 10 Jahren.

Bei „Shadow of the Doubt“ fühlt man sich ein wenig an das „Necroshine“-Album erinnert, doch das Stück entwickelt sich nach 2-3 Durchläufen zu einem Highlight auf der CD.

„Walk through Fire“ und „Hellish Pride“ sind typische Overkill-Dampfhammer mit tollen Breaks und messerscharfen Riffing.

Zum Ende wird noch mal die Overkill-Saga mit einem 5ten Teil –„Over Kill –the Brand“, dramatisch aufgebaut, leichte Ähnlichkeit zum ersten Teil von „Feel the Fire“, doch diese Klasse wird nicht wirklich erreicht.

Fans der Band dürften mehr als zufrieden über die neue Overkill-CD sein und als Bonus wird die Erstauflage noch mit einer DVD ausgeliefert, die 7 oder 8 Song vom Wacken-Open-Air 2007 bietet. Auch beim Blick auf das Cover kommt mir wieder das gewohnt/geliebte Overkill-Feeling auf. Endlich wieder alles im Lack.







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