Overkill - Horrorscope

9.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1991

Label
Megaforce / Atlantic

Besetzung
Gesang: Bobby “Blitz” Ellsworth
Gitarre: Merrit Grant
Gitarre: Rob Cannavino
Bass: D.D. Verni
Schlagzeug: Sid Flack

Tracklist
1. Coma
2. Infectious
3. Blood money
4. Thanx for Nothin´
5. Bare Bones
6. Horrorscope
7. New Machine
8. Frankenstein
9. Live Young, die Free
10. Nice Day… for a funeral
11. Solitude

Datum: 29.05.2004 - Autor Jörg
Was für ein Kracher, schon nach dem Wahnsinnig guten „Years of Decay“ legten die New Yorker Thrash-Giganten noch mal nach und brachen mit „Horrorscope“ den Härtegrad noch einmal. Man hatte sicher zwar von Ur-Mitglied Bobby Gustafsson getrennt und nun gleich 2 neue Gitarristen an Bord geholt, diese Tatsache macht Overkill zu einer noch mächtigeren Riff-Maschine als sie eh schon waren. Mit „Horrorscope“ lieferten die Götter um Blitz ihr letztes wirklich anbetungswürdiges Album ab. Was jetzt nicht heißen soll, das nachfolgende Scheiben schlecht wären, nur häuften sich die Songs und auch CDs wo einen das Na Ja, nicht schlecht aber......, häufiger in den Sinn kam. Schon das mächtige „Coma“ gleich zu Beginn, montiert alle Köpfe ab. Das düstere Intro und dann dies alles zermalenden Riffgewitter. Etwas langsamer, aber nicht weniger Heavy geht es dann mit dem bösen „Incetious“ in die nächste Runde. Bei „Blood Money“ und der Granate „Thanx for Nothin`” schlägt das wieder die Stunde des Speed-Metal, hier beweisen sich die beiden neuen Gitarristen Merrit Grant und Rob Cannavino als super Investition. „Bare Bones“ wiegt einem mit seinem Klavier-Intro in Sicherheit, doch das Stück entwickelt sich zu einer Dampfwalze. Sänger Bobby „Blitz“ Elsworth schreit und kreischt sich hier die Seele aus dem Leib, und macht seinen Ruf als einer der außergewöhnlichsten Sänger im Speed/Thrash-Bereich keine Schande. Der Titelsong drosselt das Tempo gewaltig und lässt ein Doom-Monster mit Ohrwurmqualitäten auf den Hörer los. Ein regelrechtes Inferno an stampfender Boshaftigkeit, zu dem Song gab es sogar eine tollen Videoclip. „New Machine“ macht dann wieder etwas mehr Tempo, auch wenn es nicht so megaschnell daher prescht, starker Groove. Mit dem Instrumental „Frankestein“ stößt man bei mir nicht gerade auf große Begeisterung aber ist schon in Ordnung. Dann geht es mit „Live young, Die Free“ wieder recht flott zu Sache. Das Stück ist schon geil, aber für mich eher der Schwachpunkt des Albums, geht irgendwie etwas unter. Kurz vor Schluss legen Overkill noch mal eine Schippe nach und man zieht einen Ohrwurm erster Güte-Klasse aus dem Hut. „Nice day..” ist ein düster, bedrohlicher Kracher, der mit seinem zynischen Texte sehr Böse daher kommt. Ein Riff, welches schon in die Black Sabbath -Kategorie fällt. Das Album wird noch edel mit „Solitude“ abgeschlossen. Schöne, düster melancholischen Halb-Ballade, welche von „Blitz“ mit schaurig weinerliche Stimme vorgetragen wird. Ein Stück welches Gänsehaut erzeugt und bei leicht depressiven Mitmenschen schon zu Selbstmordgedanken führen könnte. Ein mächtiges Album mit bedächtigen Abschluss. Overkill as it´s best.







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