One Way Mirror - Same

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Metal Blade

Besetzung
Gesang: Guillaume Bideau
Gitarre: David Potvin
Gitarre:Franck Potvin
Bass: Loic Colin
Schlagzeug: Dirk Verbeuren

Tracklist
1. Destination Device
2. As you are now
3. ReDream
4. Danger Calling
5. Empty Spaces
6. Depived of Connection
7. Keeping me Away
8. Sockracer
9. 21st Century
10. Relax
11. Liberation

Datum: 27.06.2008 - Autor Jörg
Auch wenn viele Leute wieder aufstöhnen werden, wenn sie lesen das es sich bei der neuen Band One Way Mirror um eine Ansammlung bereits bekannter Musiker handelt. Mit Drummer Dirk Verbeuren ist hier der Etamässige Soilwork Kesseldrescher an Bord. Die beiden Potvin-Brüder kennt man noch vielleicht von Phase 1 und Lyzanxia, Basser Loic Collin spielt bei Scarve und Wachte. Komplett wird One Way Mirror mit dem Mnemic-Sänger Guilllaume Bideau. So bunt wie die Besetzung ist auch die Musik des OWM-Debüts, welche man ohne Umschweife als Modern Metal bezeichnen kann. Diesen Metal spielen die Jungs aber mit einer Frische, Power und mächtig Eiern, das sich die Frage nach der Daseinsberechtigung von selber klärt.

Das Album bietet 10 Eigene Songs und eine Coverversion und hat, auch nach intensiver Beschäftigung keinen Ausfall in den Reihen zu beklagen. One Way Mirror könnte man als eine Schnittmenge der Hauptbands der Akteure bezeichnen. Killerriffs treffen auf pumpende Grooves. Sänger Guillaume zeigt sich vielfältig mit Growls, Screams und vortrefflichen clean gesungenen Parts. Gerade der abwechslungsreiche Gesang lässt Songs wie „ReDream“, „Keeping me Away“,“Empty Spaces“(absolut geiler Refrain, ich würde den Songs als Single auskoppeln) oder „21st Century“ zu Highlights der CD wachsen.

Beim ersten Durchlauf ist man schon sehr angetan und im weiteren Verlauf wuchs die Begeisterung für die powervoll in Szene gesetzten Songs von One Way Mirror immer mehr.

Produziert haben Dave Potvin und Sänger Guilllaume selber in Schweden. Zum abmischen wurden die Songs dann in die Hände von Tue Madsen (ua. Sick of It All, Dark Tranquility) geben, der in Dänemark für den nötigen Feinschliff besorgte.

Aufgeschlossen für die neuere Musik sollte man bei One Way Mirror sein und wer sich mit Mercenary anfreunden kann, wird bei One Way Mirror gut bedient sein. Der „Ein-Wege-Spiegel“ geht aber weniger verfrickelt als die gerade erwähnten Dänen zur Sache. Es wird mehr auf Power gesetzt, als Beispielt hier für hört mal in „Danger Calling“ herein, das schon fast an die noisigen Orgien von Minstry erinnert.

Eine Coverversion habe ich Anfangs schon angesprochen, auf die ich hier noch eingehen möchte. Auch wenn es seit einigen Jahren wenig cool erscheint 80ger-Pop-Hits in ein Metal-Gewand zu packen, haben One Way Mirror den Frankie-Goes-To-Hollywood-Hit „Relax“ in die Mangel genommen und eine Metaler-Ohren-Kompatible Fassung gestaltet. Danke dafür.

Im Verlauf der Scheibe merkt man, dass das Album mit fortschreitender Spielzeit immer mehr Highlights Preis gibt. Schwache Songs gibt es, wie schon gesagt nicht, aber die richtigen Böller kommen erst weiter hinten ins Spiel.







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