Ok Go - Oh No

9.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2006

Label
EMI

Besetzung
Vocals, Guitar, Piano, Keyboards, Percussion: Damian Kulash
Bass, Vocals: Timothy Nodrwind
Drums: Dan Konopka
Guitar, Piano, Keyboards, Vibraphone, Vocals: Andrew Duncan
Guitar, Keyboards, Vocals: Andy Ross

Tracklist
1. Invincible
2. Do what you want
3. Here it goes again
4. A good idea at the time
5. Oh lady it’s so quiet
6. It’s a disaster
7. A million ways
8. No sign of life
9. Let it rain
10. Crash the party
11. Television, television
12. Maybe, this time
13. The House wins

Datum: 13.04.2006 - Autor Tallulah
Alter Schwede! Zugegeben, der Bandname klingt ziemlich lasch und einfallslos, aber meine Güte, diese geile Band rockt nach traditioneller Smörebröd-Tradition und bringt 100%-ig jede Hütte zum Kochen! Man könnte fast meinen, bei Damian Kulash, dem Sänger dieser wunderbaren Truppe, ginge es um Leben oder Tod, so wie der sich verausgabt. Er klingt wahnsinnig überzeugend gut, er hat sowohl die schnellen wie die langsamen, die lauten wie die leisen Passagen absolut auf’m Kasten. Besser als all die anderen In-Bands, die derzeit wie Pilze aus dem Boden spriessen, klingen Ok Go so, als wäre „Oh no“ ein Re-Release von vor 30 Jahren, irgendwie ziemlich cool, die Art und Weise, so alt zu klingen. Und trotzdem macht es den Eindruck, als wären sie Dandies aus dem 19. Jahrhundert. Also noch viel älter. Aber Tatsache ist: die Schweden leben im Hier und Jetzt, machen auch Musik in unserer Zeit und diese Arbeit erledigen sie verdammt gut. Ok Go stehen für rasante Nummern wie der Opener „Invincible“ (das wär mal ne richtig geile Rock-Hymne, wenn ihr mich fragt!), oder Songs einfach mal zum ausrasten („Do what you want“, herrlich... da wär man am liebsten nochmals 15 und würd’ sich schamlos durch den Pöbel pogen!), aber auch für ausgeklügelte langsamere Stücke wie „No sign of life“. Übrigens gab es während den Aufnahmen einen fliegenden Wechsel beim Bestand der Band: Andrew Duncan hat zwar etwa die Hälfte der Lieder miteingespielt, verliess dann aber mittendrin seine Jungs und dafür wurde für den Rest Andy Ross eingesetzt. Welcher jetzt auch weiterhin bei Ok Go mitwirken wird.

Kurz und gut: diese Band ist in jeder Variation der Musik zu Hause, sie können sich darin frei bewegen, ohne sich schämen zu müssen, etwas falsch gemacht zu haben. Mich würde es nicht weiter erstaunen, wenn ich in nächster Zeit irgendwo lesen würde, dass Ok Go die Weltherrschaft des Rocks an sich gerissen hätten! Liebe Leute, ich hab euch gewarnt!





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