Obsession - Scarred for Life

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1986

Label
Enigma

Besetzung
Gesang: Mike Vescera
Gitarre: Bruce Vitale
Gitarre: Art Maco
Bass: Matt Keragus
Schlagzeug: Jess Mezias

Tracklist
1.Intro/Scarred for Life
2.Winner take all
3.Losing my Mind
4.In the End
5.Bang ´em till they bleed
6.Hylia31568-Take no Prisoners
7.Taking your Chances
8.Run into the Night
9.Tomorrwo hides no Lies

Datum: 11.07.2007 - Autor Jörg
Das kraftvolle Package von Obsession spielte eigentlich immer eine sehr geringe Rolle, wenn es darum geht die vergessenen Perlen der 80ger zu huldigen. Kaum jemand spricht von der Band. Sicher trugen schon damals die sehr cheesigen Cover dazu bei, das man sich im Laden eher mit einem Grinsen abwandte als das man zuschlug. Den Fehler habe ich auch lange gemacht, doch man verpasst tollen US-Metal mit einem starken Sänger. Mike Vescera dürfte man noch von Yngwie Malmsteen (dort auf den Scheiben „Seventh Sign“ und „Magnum Opus“ zu hören) oder von den Loudness-Scheiben „On the Prowl“ und „Soldier of Fortune“, kennen. Der Sänger mit der tollen Röhre ist auch bei Obsession das Markenzeichen und macht die Scheibe „Sacred for Life“ zu einem kleinen Highlight.

Obsession bieten kernigen US-Metal wie man ihn von Bands wie MARS, Loudness (ich weiß hehe), Malice oder auch die alten Steeler (mit Ron Keel und Malmsteen) her kennt. Das macht die Band für mich sehr interessant, da mir dieser Sound sehr am Herzen liegt.

Das Album wird mit einem 80ger-Typischen Intro eröffnet und dieses geht gleich in den flotten Titelsong über der die Marschrichtung vorgibt. „Winner takes all“ ist die erste Banger- Hymne mit Ohrwurm-Charakter.

Das Gitarren-Tandem Bruce Vitale und Art Maco riffen sich edel und griffig durch die Songs, setzen dann aber in der Mitte des Songs mit ihren tollen Soli noch zusätzliche Akzente.

Leichte Abstriche muss man leider bei der Produktion mache, die war damals noch sehr aufs Vinyl zugeschnitten und kommt auf CD ein klein wenig dumpf rüber. Es mangelt ein wenig an Höhen. Logisch darf man ein Album von 1986 nicht an den heutigen Standards messen, doch mit etwas mehr Höhen und die dadurch gewonnene Klarheit, würde es noch geiler klingen.

Obsession wissen mit Stücken wie „Bang èm till they bleed“ (ein herrlicher Klischeetitel wie er nur in den 80gern entstehen konnte), dem stampfenden „In the End“ oder dem geilen „Taking your Chances“.

Leider sind die CD sehr rar und nur schwer aufzutreiben. Doch die Suche nach diesem Obsession-Album lohnt sich echt. Leider ist es bisher die einzige CD welche ich habe.

Die Band hat übrigens 2006 ein neues Album gemacht, so macht es zumindest den Anschein.









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