Nuclear Assault - Third World Genocide

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2005

Label
SPV

Besetzung
Gesang/Gitarre: John Connelly
Bass: Danny Lilker
Gitarre: Eric Burke
Schlagzeug: Glenn Evans

Tracklist
1.Third World Genocide
2.Price of Freedom
3.Human Wreckage
4.Living Hell
5.Wine&Cheese
6.Defiled Innocence
7.Exoskeletal
8.Discharged Reason
9.Fractured Minds
10.The Hockey Song
11.Eroded Liberty
12.Long Haired Asshole
13.Glenn´s Song

Datum: 19.08.2005 - Autor Jörg
Das neue Nuclear Assault-Album wurde von mir ohne große Erwartungen angenommen und das hat sich wieder bewährt. Ich bin recht begeistert von „Third World Genocide“. Sicher ging die Band mit ihrem Comback den sicheren Weg, über Festival-Auftritte, Touren und Live-Album, doch diese CD beweist es: Nuclear Assault mischen noch gehörig mit. Zwar sind sie sicher nicht mehr die krasseste Band der Szene, wie noch vor 20 Jahren, doch zur einer amtliche Old-School-Kelle reicht es. Die Band macht nicht den fatalen Fehler von früher und setzt auf Melodie, wir erinnern uns an das langweilige „Something Wicked“-Album. Es wird geil durch die Gegend gethrasht und jeder der Nuclear Assault früher mochte, dürfte mit dem neuen Album keine Probleme haben. „Price of Freedom“ bringt einen tollen Ohrwurm ans Licht und der neue Gitarrist Eric Burke brilliert mit schönem Solo. Aber ausgewimpt sie die New Yorker deswegen nicht, sie zeigen den Jungspunden wie ein Old-School-Thrash-Album zu klingen hat. Der Humor kommt bei Danny Lilker und Co ebenfalls nicht zu kurz, höre man sich das punkige „Wine&Cheese“ an, oder der witzige auf Hillbilly-Mucke gemachte Track „Long Haired Asshole“.

Alle Zutaten zu einem guten Nuclear Assault-Album hat es hier, sei es der harte Bass-Klang, die fette Gitarrenwand, das Gekreische von Sänger John Connley. Dieser klingt zwar nicht mehr so hoch und hysterisch wie einst, sondern rauer. Das liegt sicher am Alter, klingt aber auch sehr gut.

„Third World Genocide“ ist ohne Frage Nuclear Assault würdig und es spürt der Fan mit jeder Note. Als Anspieltipps kann ich „Defiled Innocence“ oder der kurze „Hockey Song“ nennen. Eben diese kurzen Knüppelsongs befanden sich auch immer auf jedem guten NA-Album.

Kurz und knapp gesagt, diese CD lohnt sich angetestet zu werden, die Band macht immer noch eine gute Figur und muss sich nicht gefallen lassen, das sie von ihren alten Taten leben.

Haut gut rein die Scheibe, immer schön von seinen alten Helden positiv überrascht zu werden. Getreu nach dem Motto:„I´m long haired asshole“ feiere ich nun erst mal eine ausgelassene Nuclear Assault-Party



VÖ: 29.08.05









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