Erscheinungsjahr
1986
Label
Combat
Besetzung
Gesang, Gitarre: John Connelly
Gitarre: Anthony Bramante
Bass: Danny Lilker
Schlagzeug: Glenn Evans
Tracklist
1. Live, Suffer, Die
2. Sin
3. Cold Steel
4. Betrayal
5. Radiation Sickness
6. Hang the Pope
7. After the Holocaust
8. Mr. Softee Theme
9. Stranded in hell
10. Nuclear War
11. My America
12. Vengeance
13. Brain Death
14. Game Over
15. Nightmares
16. You figure it out
17. Justice
18. The Plague
19. Cross of Iron
Datum: 28.05.2004 - Autor Jörg
Nuclear Assault ist nun wirklich keine Band für zartbesaitete Naturen und mit bösem Willen kann man die Band auch eher mit Krach, als wie mit Musik abtun. Doch gehöret die Band für mich zur 80ziger Thrash-Metal-Szene untrennbar dazu. Mit ihrem sehr wütendem und ultrabrutalem Mix aus Hardcore und Thrash macht die New Yorker Band um den langen Lulatsch Danny Lilker keine Gefangen. „Game Over“ ist das Longplay-Debüt der extremen Band und ist roh unverfälscht, nahezu jeder Song gleicht einem Inferno. Sind Nuclear Assault aber nur Hirnloses Geholzte? Nun ich würde Geholze ja, Hirnlos? Nein. Erstens muss man bei der Band hinter ihr „Chaos“ schauen, dann findet man gerade bei den längeren Songs viele Feinheiten, gerade im Gitarren-Solo-Bereich. Ungeübten Höhern dürfte es sicher schwer fallen, die einzelnen Songs auseinander zu halten, aber gerade auf „Game Over“ gibt es viele Klassiker der Band. „Betrayal“ oder „Nuclear War“ gehören zu den Standards eine NA-Konzertes, aber am meisten Aufmerksamkeit erregte die Band mit ihren meist nur einige Sekundenlangen Hardcore-Entladungen wie „My America“ oder eben, das wohl bekannteste Nuclear Assault-Stück „Hang the Pope“. Mit so einem Song und solch einem Bandnamen war ihnen die Aufmerksamkeit der harten Szene schnell gewiss. Auch ich konnte mich seiner Zeit dem „Zauber“ der Gruppe nicht entziehen, und wie jeder junge Banger, hatte auch ich eine Phase wo es einem nicht schnell und hart genug zugehen konnte. Da waren Nuclear Assault genau das gefundene Fressen. Besonderes Markenzeichen waren immer extrem engagierte Texte, die Politische und wirtschaftliche Missstände an den Pranger stellten. Und die extrem kreischig, hysterische Stimme von Sänger John Connelly, der auf mache Leute wirkte wie eine verstimmte Sirene, dem Sound aber ein eingeständiges Gesicht verlieh. Die beiden Scheiben sind ursprünglich natürlich nicht zusammen veröffentlicht worden, sondern man bekam die 6-Song-EP „The Plague“ als Bonus bei der Wiederveröffentlichung der CD dabei. Dadurch bekam man fast eine Stunde herrlichen Radau und 19 Songs für kleines Geld. Diese Scheibe ist wichtig, für eine damals noch überschaubare in der Crossover auch noch für viele Metal-Fans ein Thema war und meist nur eine Verknüpfung der beiden extremen Stile Thrash und Hardcore war. Hier waren Nuclear Assault einige Zeit lang, die Könige der Szene, obwohl der Band nie der ganz große Durchbruch gelang.