No Return - Manipulated Mind
Erscheinungsjahr
2008
Label
Dockyard1
Besetzung
Gesang: Moreno
Gitarre: Alain
Gitarre: Nico
Bass: David
Schlagzeug: Boban
Gitarre: Alain
Gitarre: Nico
Bass: David
Schlagzeug: Boban
Tracklist
1.Intro
2.Manipulated Mind
3.Puzzle Of Life
4.Rising
5.Take Me Beyond
6.New Items
7.Blackness
8.Carnal Violence
9.The Right Course
10.Out Of Control
2.Manipulated Mind
3.Puzzle Of Life
4.Rising
5.Take Me Beyond
6.New Items
7.Blackness
8.Carnal Violence
9.The Right Course
10.Out Of Control
Datum: 15.09.2008 - Autor Claudio
Und so war ich nicht schlecht überrascht, als ich ihr neuestes Album “Manipulated Mind” in den Händen hielt und ich fragte mich, was aus den Jungs denn so geworden ist. Einen ganzen Schlag moderner sind die Herren auf jeden Fall geworden, denn zu den Zeiten in denen sie mir in Gedanken sind, konnte man ihre Musik noch als pursten Progressive Thrash bezeichnen, zwar mit leichten Death Metal Anleihen, aber diese waren in meinen Ohren marginal. Heute geht das Quintett zwar nicht minder Technisch, aber doch einprägsamer zu Werke und man kann hören, dass sie sich ein wenig an der Neo (?!) Death/Thrash Welle orientiert haben. Soll heißen, dass ihre Musik nun manchmal an eine ein wenig komplexere Variante von The Haunted oder The Duskfall erinnert. Vielleicht ist es auch gut, dass sie ihren Komplexitätslevel ein wenig herunter geschraubt haben, mich hat dies zwar nie wirklich gestört, aber es gibt genug zart besaitete Seelen, die bei mehr als einem Break direkt zu wimmern anfangen und die Welt nicht mehr verstehen. Okay, die Welt werden sie nach dem Genuss von “Manipulated Mind” auch nicht verstanden haben, aber vielleicht können sie sich ein wenig eher mit dem Gedanken anfreunden, dass es Gitarristen gibt, die mehr als eine Saite benutzen.
“Manipulated Mind” ist ein hochwertiges, wirklich gut produziertes und auch durchdachtes Album, aber komischerweise stört gerade mich diesmal der Gesang von Moreno. Er hat zwar das typische Thrashbellen immer noch drauf, doch benutzt er oft Growl ähnliche Klänge und genau dieser Fakt drückt die Musik für mich zu sehr in Richtung Death Metal. Auch die Blastspeed Parts wie in “Rising” oder “New Items” stören mich eher und rauben dem wirklich nicht einfachen Song den letzten Hauch einer Struktur. Auch typische Modern (Neo) Thrash Stücke wie “Take Me Beyond” sind für mich nicht gerade das, was ich von den Franzosen erwartet habe. Vielleicht habe ich ein wenig mehr Frickelei erwartet und bekomme sie nur Häppchenweise Geboten. Nur bei wenigen Songs, die auch alle im hinteren Teil des Albums stehen, komme ich auf meine Kosten, was die Frickelei betrifft, und freu mich, wenn ich an die kleinen Gitarristen denke, die im Keller sitzen und sich beim Intro des Songs schon die ersten Finger gebrochen haben.
Zusammen mit Massacra haben No Return einst die Speerspitze des technischen Thrash/Death Metals in gebildet, doch nun hat die Zeit sie überholt und sie müssen sich mit den hinteren Plätzen begnügen, denn Bands wie Gojira oder Pitbulls In The Nursery sind an ihnen vorbeigezogen. Was aber nicht bedeuten soll, dass “Manipulated Minds” ein schlechtes Album sei, wer wirklich wissen möchte, wie No Return in meinen Ohren zu klingen hat, der muss ich auch nicht die alten Alben kaufen, denn mit “Out Of Control” haben sie auch den vielleicht besten Song ihrer Laufbahn auf dem Album und beweisen, dass mit ihnen unter allen Umständen noch zu rechnen ist. Ich freu mich jedenfalls auf mögliche Shows der Herren, denn Live sind sie unbestritten eine Macht.





