Night Ranger - Hole in the Sun

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
Frontiers Rec.

Besetzung
Gesang, Bass: Jack Blades
Gitarre, Gesang: Brad Gillis
Gitarre: Jeff Watson
Schlagzeug, Gesang: Kelly Keagy
Keyboard: Michael Lardie

Tracklist
1. Tell your Visions
2. Drama Queen
3. You´re gonna hear fromm e
4. Whatever happened
5. There is life
6. Rockstar
7. Hole in the Sun
8. Fool in Me
9. White knuckle Ride
10. Revelation 4am
11. Warp it up
12. Being

Datum: 10.04.2007 - Autor Jörg
VÖ.20.04.07

Es sind nun schon 9 Jahre her seit man das letzte Mal eine neue Night Ranger-CD in den Händen halten konnte. Eine wirklich lange Zeit ist seit „Seven“ vergangen und dementsprechend war ich neugierig und auch skeptisch, was die AOR-Aushängeschilder von Night Ranger im Jahr 2007 machen würden. Seit dem, in meinen Augen sehr schwachen Journey-Album vom letzten Jahr, habe ich meine Erwartungen echt zurückgeschraubt. Auch das Solo-Album von Kelly Keagy vor ein paar Monaten war nicht sonderlich genial geraten. Die Shaw/Blades-CD war ein reines Coveralbum und kann kaum als Vorbote gewertet werden.

Um es vorweg zu nehmen, „Hole in the Sun“ ist ein tolles, zeitgemäßes Rock/AOR/Melodik-Album geworden. Sicher spricht es nicht unbedingt von Schläue den härtesten und modernsten Song „Tell your Vision“ gleich an den Anfang zu stellen. Da werden sicher einige der beinharten 80ger-Soundverfechter arg schlucken. Auch „Drama Queen“ hätte seine Berechtigung auf der letzten Solo-Scheibe von Jack Blades gehabt. Der Song ist keineswegs schlecht, doch auch wieder ein klein wenig anders. Doch dann gibt es auf „Hole in the Sun“ den Stoff auf den die Fans seit Jahren gewartet haben.

„Hole in the Sun“ überzeugt mit jeder Runde mehr und man darf nicht mit einer Erwartung an das Album herangehen eine 2te „Midnite Madness“ oder „Don Patrol“ zu bekommen, dann ist die Enttäuschung sicher groß. Doch Night Ranger haben die Zeiten der Zeit erkannt und haben ihre Tradition mit einer trockenen und modernen Produktion gepaart.

Gönnt man sich die CD in Ruhe und hat beim ersten Durchlauf die ersten beiden Stücke sozusagen hinter sich gebracht bekommt man Melodikrock vom Feinsten. Ich will die beiden Opener nicht abwerten, doch sie sind schon recht anders für das was Night Ranger bekannt sind. „You´re gonna hear from me“ kommt dann aber rockend und melodiös daher, ein echtes Night Ranger-Stück eben. „There is life“ steht hier mal stellvertretend für die tollen Power-Balladen, für die man Night Ranger schon damals geliebt hatte. „Whatever happend“ ist ein fantastischer Melodikrocksong. „White Knuckle Ride“ geht wieder ein wenig in die härter rockende Ecke der Eröffnungsstücke, passt aber wie die Faust aufs Auge.

Night Ranger haben mit „Hole in the Sun“ irgendwie den Faden weitergesponnen, welchen sie seinerzeit schon mit „Seven“ aufgenommen hatten. Ein tolles rockiges Album, das man ohne Frage lieben wird.

Bleibt mir nur noch eine Frage offen. Wieso hat man so eine tolle Scheibe mit so einem Grottigen und Nichtsagenden, Bootlegartigen Coverartwork versehen? Das Bild geht ja mal gar nicht.





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