Myrath - Desert Call
8.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2010
Label
Nighmare Records
Besetzung
Gesang: Zaher Zorgati
Gitarre: Malek Ben Arbia
Bass: Anis Jouini
Keyboard/Gesang: Elyes Bouchouda
Schlagzeug: Saif Ouhibi
Gitarre: Malek Ben Arbia
Bass: Anis Jouini
Keyboard/Gesang: Elyes Bouchouda
Schlagzeug: Saif Ouhibi
Tracklist
1.Forever And A Day
2.Tempests Of Sorrow
3.Desert Call
4.Madness
5.Silent Cries
6.Memories
7.Ironic Destiny
8.No Turning Back
9.Empty World
10.Shockwave
11.Hard Times
2.Tempests Of Sorrow
3.Desert Call
4.Madness
5.Silent Cries
6.Memories
7.Ironic Destiny
8.No Turning Back
9.Empty World
10.Shockwave
11.Hard Times
Datum: 10.03.2010 - Autor Claudio
Da kamen mir Myrath schon einmal recht, denn ich besitze noch keine Scheibe aus Tunesien und so versuchte ich, bei dem ganzen Geseier in der Presse, offen an die Geschichte heranzugehen, denn Myrath haben in allen Aufzählungen von “wichtigen” Bands aus den muslimischen Ländern oder dem Orient nicht stattgefunden. Liegt dies vielleicht daran, dass Myrath bereits eine Platte auf dem Markt haben und sich nicht durch Geballer und Gebrülle profilieren müssen? Oder ist Tunesien nicht genug Problemland um aufgezählt zu werden....man weiß es nicht.
Jetzt aber zur Musik, ich kannte Myrath bis dato nur vom Namen und kann mich an die Reviews zu ihrem Debüt, welches als Symphony X Klon bezeichnet wurde, noch mehr als gut erinnern. Nun ist aber mit Zaher Zorgati ein neuer Sänger an Bord und wie man weiß, verändern Sänger mehr als einmal das musikalische Bild einer Band nachhaltig. Auch bei Myrath wird der Gesang die Fans spalten, denn auch wenn es sich bei Zaher Zorgati um einen wirklich guten Sänger handelt, werden sich bestimmt einige an den orientalischen Einflüssen, die besonders beim Gesang mitunter schwer verdaulich sind, stoßen. Seine Stimme hebt sich, wenn er nicht in orientalischen Intonierungen, die in europäischen Ohren immer arg weinerlich klingen, schwelgt, von den vielen Eunuchen die sich im melodischen Power Metal bewegen ab, denn er versucht gar nicht erst so zu quietschen, sondern verlässt sich auf die natürliche Fülle seiner Stimme. Im musikalischen Bereich schaffen es Myrath ihre vorhandenen orientalischen Einflüsse in ein klassisches Progressive/Power Metal zu wanden und klingen auch in keiner Phase der Platte aufgesetzt, wie es bei so vielen Bands der Fall ist, die keinerlei Ahnung von der Umsetzung dieser Rhythmen haben. Bei Myrath klingt alles natürlich und unverkrampft, da passen klassische Metal Songs wie “Madness” und der mit orientalischen Zitaten gewürzte Überhammer “Forever And A Day”, zu dem es sogar ein Video auf der HP der Band gibt, zusammen und man hört das hier Musiker am Werke sind, die durchaus ihre Wurzeln kennen und diese niemals unter den Teppich kehren.
“Desert Call” gehört zu den besten Metal Platten die ich bisher aus dem Norden Afrikas zu Gehör bekommen habe, denn vielleicht ist auch keine andere Band in der Lage die Verbindung zwischen Traditionalismus und Metal in dieser Art und Weise durchzuführen. Denn man kann dieses Album nur mit dem Schlagwort Prog Metal bezeichnen. Wer auch nur Ansatzweise Interesse an Bands hat, die nicht so klingen wie man es gewohnt ist, aber trotzdem nicht durch zu Große Experimente verstört, dann sollte man Myrath definitiv zu Rate ziehen. Musikalisch absolut oberste Güteklasse, besonders Malek Ben Arbvia glänzt durch gefühlvolle Soli, und immer druckvoll produziert kann man “Desert Call” durchaus als angenehme Überraschung bezeichnen.
Werbung





