Erscheinungsjahr
2002
Label
SPV/Steamhammer
Besetzung
Gesang/Bass: Lemmy Kilmister
Gitarre: Phil Cambell
Schlagzeug: Mickey Dee
Tracklist
1.Walk a crocked mile
2.Down the Line
3.Brave new World
4.Voices from the War
5.Mine all Mine
6.Shut your Mouth
7.Kill the world
8.Dr. Love
9.No Remorse
10.Red Raw
11.Serial Killer
Bonus-CD:
1.Shoot you in the Back (Live
2.R.A.M.O.N.E.S. (Live)
3.The Game
Datum: 09.10.2004 - Autor Jörg
Ein alter Bekannter von mir meinte früher im Suff mal zu mir: Motörhead sind immer geil, da kann man bei einer neuen Scheibe nie was falsch machen. Tja, im Prinzip würde ich das schon unterschreiben, doch manchmal gibt es auch bei Motörhead eine schwächere CD. Sicher muss man das auch wieder mal jeder für sich selbst ausmachen, welche Scheibe nur geil oder welche nun Mist ist. Klar ist „Hammered“ kein wirklich beschissenes Album, das gibt es von Motörhead für mich bisher nur einmal (March or Die), aber nun ist diese CD ist nicht unbedingt das Killermeisterwerk geworden. Läuft mir der Opener „Walk a crocked Mile“ super rein, stört mich hier nur das übereinander legen der Gesangsspuren im Refrain. Es klingt so als würde Lenny mit sich selbst ein Duett singen. Ich muss hier mal zugeben das ich mir „Hammered“ hauptsächlich wegen der Bonus-CD der Limited Edition geholt habe, weil dort außer 2 Live-Songs noch das Stück „The Game“ drauf ist. Der Song ist seit ein paar Jahren die Einmarschmusik des WWE-Wrestlers Tripple H, den ich zwar recht kacke finde, aber sein Einmarsch mit diesem Song ist immer ein Hammer. Da der Song bisher nur auf den CDs der WWE enthalten war - und was da für eine Drecksmusik noch zu finden ist, glaubt man eh nicht, habe ich hier zugeschlagen. Gut so einen flotten Motörhead-Banger wie „Brave New World“ hört man sich auch gern öfter an und das Lied gehört hier zu den besseren Liedern. „Voices from the War“ ist auch ein gutes Stück Musik geworden, mit sehr melodischen Refrain. Des weiteren gefällt mir noch “Shut your Mouth“ (mit coolem Orgelsound im Hintergrund) und „Dr. Love“ richtig gut. Dafür rauschen solche Songs wie z. B. „Mine all Mine“ komplett an mir vorbei und das obwohl es sehr Rock´n Rollig klingt. Hmm, ja auch bei Motörhead ist nicht alles Gold was glänzt, das muss man hier ehrlich zugeben und auch die größten Lemmy-Marks dürfen sich eingestehen, das wir es hier nicht mit einer Sternstunde der Band zu tun haben. Ganz besonders Kacke finde ich die Geräuschkulisse „Serialkiller“, für den Mist wurde dann auch noch ein Videoclip gedreht, hier hat der oben erwähnte Wrestler Tripple H noch einen Part zu murmeln, aber wenn es nicht im Booklet gestanden hätte, wäre es mir nicht aufgefallen. Ob es nun nur eine Formschwäche mit „Hammered“ war kann ich nicht sagen, da mir der Nachfolger leider noch unbekannt ist.
Kein absoluter Ausfall, doch bin ich von Motörhead stärkeren Stoff gewohnt. Aber zur Ehrenrettung kann man zu "Red Raw" schön gepflegt abgehen, hier wird gut Gas gegeben.