Metal Church - Hanging in the Balance

9.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1993

Label
Rising Sun

Besetzung
Gesang: Mike Howe
Gitarre: John Marshall
Gitarre:Craig Wells
Bass: Duke Erikson
Schlagzeug: Kirk Arrington

Tracklist
1.Gods of second chance
2.Losers in the Game
3.Hypnotized
4.No friend of mine
5.Waiting for a savior
6.Conductor
7.Little Boy
8.Down to the River
9.End of the Age
10.Lovers and Madman
11.A Subtile War
12.Low to Overdrive

Datum: 31.05.2004 - Autor Jörg
Bei dem Namen Metal Church fallen viele Metalheads mit Sabber vor dem Mund auf die Knie und fangen an zu beten. Ja so eine Band gibt es nicht oft, die solche Reaktionen hervorruft und unberechtigt ist das auch nicht. Nur denken die Meisten sofort an das Debüt und an „The Dark“ wenn man Metal Church erwähnt und steigen in die Lobeshymnen ein. Leider muss ich da so manchen „Kirchengänger“ enttäuschen, wegen des Sängers David Wayne kommt bei mir eher das Grauen als wie die Begeisterung. Ich mochte den alten Sänger von Metal Church noch nie richtig leiden und deswegen stehen die letzten drei Album der Seattle-Metaler bei mir auch höher im Kurs. Sänger Mike Howe (Ex-Hertic) verfeinert diese Alben mit seiner klaren und kräftigen Stimme, das ich nur so mit der Zunge schnalzen möchte. „Hanging in the Ballance“ war das letzte Album, welches die Gruppe veröffentlichte bevor man sich wegen Mangel an Erfolg auflöste. In meinen Augen ist es die Beste Scheibe der Band. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern als ich mit Melanie unsere erste Wohnung renovierten und ich das Album über einen schäbigen Kassettenrekorder laufen lies. Ich hatte mir das Album schon zu Hause etliche Male angehört und war voll hin und weg, aber der Funke wollte bei Melanie nicht überspringen. So ein Geschrammel, so Mist usw. waren ihre Kommentare. Doch einige Tage später war die Anlage angeschlossen und die CD (mittlerweile hatte ich mir die CD zugelegt) entfaltete ihren ganzen Zauber. Die ganze CD ist fantastisch anzuhören und hat nicht eine einzige schwache Sekunde Musik inne. Ob es nun der stampfende Opener „Gods of second Chance“ ist, oder die flotten, leicht angetrashten „Conductor“ und „Down to the River“, es haut einem bei jeder Nummer vom Hocker. Metal Church bieten dir wahre Power vom Fass und treiben einem beim Bangen den Schweiß aus allen Poren. Und nicht nur volles Pfund auf die Ohren, nö, werden auch immer starke Breaks und Killer-Harmonien eingeflochten, die der Musik noch etwas Schwere verleihen. Einen wahren O(h)rgasmus haben sich die Fünf mit dem Stück „End of the Age“ ausgedacht, einen langen, epischen Song, der einem zum Wahnsinn treibt so was von Geil ist der. Ruhig, leicht düster fängt man an um sich dann ganz langsam zu steigern, allein schon der Mittelpart mit den Akustik-Gitarren ist Gold wert. Am Ende hin explodiert „End of the Age“ dann zu einer Speedgranate und lässt keine Stein mehr auf den anderen. Leider habe ich Metal Church erst viel zu spät für mich entdeckt und habe daher die Band nicht mehr „on Stage“ erleben können, bei ihrer halbgaren Reunion habe ich auch eine großen Bogen um die Konzerthallen gemacht, da Mike Howe als Sänger ja gar nicht erst zur Debatte stand. Auch wenn sich etliche Leute darüber nerven, für mich waren Metal Church mit David Wayne nur die Hälfte wert, auch wenn die ersten beiden Scheiben Kultstatus haben. Für mich ist „Hanging in the Balance“ das Geilste Album der Band.

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