Erscheinungsjahr
1988
Label
Polydor
Besetzung
Gesang: Bob Catley
Gitarre: Tony Clarkin
Keyboard: Mark Stanway
Bass: Wally Lowe
Schlagzeug: Mickey Barker
Tracklist
1. Days of no trust
2. Wild Swan
3. Start talking Love
4. One step away
5. It must have been Love
6. Different Worlds
7. Pray for the Day
8. Don´t wake the Lion (to old to die Young)
Datum: 29.05.2004 - Autor Jörg
Mit den englischen Bombastrockern von Magnum verbindet mich schon seit meiner Anfangszeit als Metal-Head eine gewisse Leidenschaft. Sicher gibt es unter den zahlreichen Veröffentlichungen, einige schwache, wie brillante Alben. So gehört auch „Wings of Heaven“ für mich zusammen mit dem Klassiker „On a Storytellers Night“ zu den absoluten Meisterwerken von Magnum. Ich mag mich da auch gar nicht entscheiden, welcher der beiden Scheiben nun die bessere ist. Auf beiden Platten, kann ich auch nach Jahren keine Ausfälle finden und sie laufen immer noch, mit große Freude an der schönen Musik, in regelmäßigen Abständen. Früher waren mir Magnum immer etwas peinlich, weil die Musik ja nicht zum Härtesten unter der Sonne zählte und sahen die Mitglieder der Band auch nicht gerade aus wie die typischen Metal-Warriors. Als 1988 „Wings of Heaven“ erschien, bin ich gleich am ersten Tag los und habe mir die Platte zugelegt. Fand ich den Vorgänger „Vigilante“ – ein Klassiker der Band, ohne Frage, reist mich aber auch heute noch nicht vom Hocker, etwas zu poppig, lag man mit „Wings“ wieder ganz auf meiner Wellenlänge. So richtig schön kitschig, bombastisch langte man hier zu. Ganz egal ob nun etwas rockiger (Start talking Love, days of No trust) , balladenhaft (Wild Swan, It must have been love) oder richtig schön episch bombastisch (Wild Swan, Pray for the day). Den absoluten Vogel schossen Magnum aber mit dem wircklich gnradiosen fast 11 Minuten langen “Don´t wake the Lion“ ab. Was für ein Majestätisches Lied. Mit allem Prunk und Pomp, wie es nur Magnum verstehen, wird hier eine Hymen abgebrannt, bei der man mit einer Ganzkörpergänsehaut zurückgelassen wird. Mir hat früher an der Vinylfassung gefallen, das man ein Blatt mit allen Texten in drei Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch) beigelegt hatte, denn die texte von Magnum haben eine lesenwerte Aussage. Sicher nicht alle, aber gerade „Pray for the Day“ oder das Anti-Kriegs-Lied „Don´t wake the Lion“ sollte man sich schon mal zu Gemüte führen.
Ohne Umschweife haben Magnum hier ihr eindringlichstet Werk abgeliefert und eine weiteren Klassiker der Nachwelt hinterlassen. Heutzutage ist es mir auch nicht mehr peinlich das ich Magnum mag.