Loudness - Thunder in the East

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1985

Label
Music for Nations

Besetzung
Gesang: Minouru Nihara
Gitarre: Akira Takasaki
Bass: Masayoshi Yamashita
Schlagzeug: Munetaka Higuchi

Tracklist
1.Crazy Nights
2.Like Hell
3.Heavy Chains
4.Get Away
5.We could be together
6.Run for your Life
7.Clockwork Toy
8.No Way Out
9.The Lines are Down
10.Never change your mind

Datum: 05.07.2007 - Autor Jörg
Nach dem Loudness mit „Disillusions“ 1984 überall gut durchstarten konnten, wurde von diesem Album auch eine Version aufgenommen wo alle Texte in Englisch waren. Das wurde dann 1985 auf „Thunder in the East“ –wie ich schon im Disillusion-Review schrieb, das Vorzeige-Album der Japaner fortgesetzt. Es gibt Leute die meinen das Loudness damit ein wenig der Exotenbonus flöten ging, aber ich finde sie konnten nur gewinnen. An den Songs änderte es ja nichts, das Qualitätslevel sank ja erst ein paar Scheibe später ganz bedrohlich gen Niemandsland und Langeweile. Doch davon waren Minouru Nihara und Gitarrenderwisch Akira Takasaki 1985 noch Lichtjahre weit entfernt und gaben auf „Thunder in the East“ mächtig Gummi. Das Album kann mich auch heute noch voll überzeugen. Wenn sich die Scheibe mit der Hymne „Crazy Nights“ öffnet, dann macht es einfach nur Laune den Nippon-Bangern zu zuhören. „Like Hell“ schlägt in die gleiche Kerbe und überzeugt zu dem noch mit einem wahnsinnigen Gitarrensolo von Akira. Der kleine Klampfer ist ja eh der Irrsinn an den 6 Saiten. Leider hat er ja heutzutage eher den Hang es zu übertreiben, als wie lieber griffige Lieder zu schreiben.

„Heavy Chains“ ist ohne Frage ein Stück das noch heute als echter Klassiker der Band gilt, ebenso das tolle „Clockwork Toy“-erspart euch bitte die Coverversion der US-Band Onward, ich bleibe beim Original.

Hatte ich noch bei „Disillusion“ ein wenig kritisiert das ich die Japanisch gesungene Version der Englischen vorziehe. So vergisst man bei „Thunder in the East“ schnell, das Loudness mal in ihrer Heimatsprache gesungen haben. Sänger Minouru Nihara hat aber auch eine kraftvolle Röhre das einem nicht mehr viel einfällt. Leider haben viele seiner Landsleute, die auch zum Mikrofon griffen ein grausiges Piepsstimmchen und machen die meist gute Musik zunichte. Mir fallen höchsten noch der Sänger von EZO oder Anthem ein, der an die Power von Minouru herankommt. Leider sind die Loudness-Platten ohne ihn, für mich nur halb so gut, obwohl Mike Vescara ein echt toller Sänger war.

„Thunder in the East“ gehört in jede gut sortierte Hard´n Heavy-Sammlung auch wenn man mit „Get Away“ einen Lückenfüller im Programm hat, doch das gibt es auch auf Klassikern von anderen Gruppen. Wenn euch „Thunder in the East“ noch kein Begriff sein sollte, dann solltet ihr mir mal vertrauen und diese Lücke schließen. Es lohnt sich, geiler Sänger, irre Songs und tolle Kapriolen auf der Gitarre –ohne das der Song kaputt gedudelt wird.







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