Lions Share - Emotional Coma

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
AFM

Besetzung
Gesang: Patrik Johansson
Gitarre: Lars Chriss
Bass: Sampo Axelsson
Schlagzeug: Richard Evensand

Tracklist
1.Cult Of Denial
2.The Arsonist
3.Emotional Coma
4.Clones Of Fate
5.The Edge Of The Razor
6.Toxication Rave
7.Trafficking
8.Bloodstained Soil
9.Soultaker
10.Hatred´s My Fuel
11.Sorcerers

Datum: 03.11.2007 - Autor Claudio
Manchmal gibt es Bands, die können es einem einfach nicht Recht machen. Auch wenn sie immer gute Alben produzieren, musikalisch genau auf deiner Wellenlänge liegen und ansonsten auch alles richtig machen, irgendwie überzeugen können sie nicht. Lions Share ist so ein Fall. Ich verfolge die Band seit dem Debüt 1995 und fand sie nie wirklich schlecht, aber dass sie nun eine sechsjährige Pause hinter sich haben ist mir auch nicht wirklich aufgefallen. Woran ich mich gut erinnern kann, ist die Tatsache, dass die Band immer einige wirkliche Perlen in den Alben versteckt hielt und bisweilen mit diesen Songs für Begeisterungsstürme sorgen konnte.

Nun will ich mich also mit ihrem neuesten Machwerk „Emotional Coma“ beschäftigen. Musikalisch ist bei den Schweden immer noch gut gespielter Melodic Metal angesagt, der ordentlich gespielt und wirklich gut produziert ist. Nun aber zu einem, in meinen Augen DEM, Problem von „Emotional Coma“ als Sänger wurde Patrik Johansson (Astral Doors) verpflichtet. Seine Stimme mag vielen absolut gefallen, mich langweilt sie einfach. Auch auf „Emotional Coma“ klingt er bisweilen wie ein Abklatsch von Ronnie James Dio oder Tony Martin, einfach mal „Bloodstained Soil“ anhören, wobei ich die Originale absolut bevorzuge. Allein durch diesen Umstand wirken die Songs oft ein wenig tranig, gerade „Bloodstained Soil“ ist ein Song der so von Sabbath mit T. Martin beeinflusst wurde, dass es schon schmerzt und beinahe wie eine Coverversion wirkt und danach kommt die große Dio Huldigung mit „Soultaker“, da fragt man sich : Muss das ? Ich meine nein, denn mit „Trafficking“, „Hatred´s My Fuel“ oder „The Edge Of The Razor“ haben sie auch Songs dabei, die die Band in allen ihren Stärken präsentieren, soll heißen starke Melodien und trotzdem die gewissen Härte, die teils schon in Bereiche des Power Metals reicht. Von einer Band die schon seit mehr als 12 Jahren im Business ist kann man mehr erwarten, da helfen weder die „Stars“ die bei zwei Songs mitgewirkt haben (Bruce Kulick bei „The Edge Of The Razor und Glen Drover (Megadeth) bei „Emotional Coma), noch die Angel Witch Coverversion „Sorcerers“. Leider ist „Emotional Coma“ nicht der erhoffte Durchbruch geworden, sondern nur eine weitere Scheibe, die man sich anhört und sie schnell wieder vergisst und irgendwie hat es durch den neuen Sänger den Starbassisten, bei nur einem Originalmitglied, den faden Projektbeigeschmack, welchen man nur schlecht vergessen kann. Das alte Lied halt……







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