Liege Lord - Master Control

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1988

Label
Metal Blade

Besetzung
Gesang: Joeseph Comeau
Gitarre: Tony Truglio
Gitarre: Paul Nelson
Bass: Matt Vinci
Schlagzeug: Frnk Cortese

Tracklist
1.Fear itself
2.Eye of the Storm
3.Master Control
4.Kill the King
5.Soldier´s Fortune
6.Feel the Blade
7.Broken Wasteland
8.Rapture
9.Suspicion
10.Fallout

Datum: 17.12.2005 - Autor Jörg
Erneut öffne ich für unsere Leser, quietschend die Schatzkiste des US-Metals und widme mich einem Klassiker, der es verdient hat in unserem Archiv zu stehen. Das nu mehr 3te und auch letzte Album der US-Speed-Metaler von Liege Lord gilt als Highlight. Die Band hatte ein Formtief mit ihrem 2ten Album gehabt und konnte hier nun wieder an den Erstling „Freedom´s Rise“ anknüpfen. Einen Wechsel hinter dem Mikrofon tat dem Line-Up und der Musik hörbar gut. Joeseph Comeau gibt hier eindrucksvoll zu verstehen, warum er einst bei Jeff Waters ganz oben auf der Wunschliste als Sänger für Annihilator stand. Wir erinnern uns: Joe gab seinen Gitarristen-Posten bei Overkill auf, um 2000 2 Alben für Annihilator einzusingen und auch bei den Konzerten eine Bombenfigur zu machen. Auf Liege Lords „Master Control“ gibt er uns genau das was dem Headbanger so am Herzen liegt, geile Screams und kraftvolle Gesangslinien. Liege Lord legten hier einen Zacken zu und drehten mit „Fear itself“ gut auf, dann legt „Eye of the Storm“ alles in Schutt und Asche was sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen kann. Ja, Leute, hier ist der Begriff Power-Metal angebracht. Es wird nicht nur mit Power gelockt, sondern sie auch geboten. Highlight ist der Titelsong der sich als mächtige Heavy Metal-Hymne entpuppt. Leider folgt hier drauf mein Lowlight dieses Albums. Liege Lord covern den Rainbow-Song „Kill the King“, diesen auch recht gut, aber…..! Der Song wurde, gerade in den 80gern dermaßen oft nachgespielt, dass sich bei mir dieses „Nicht schon wieder“-Gefühl einstellt. Dann doch lieber ordentliche Eigenkompositionen wie das coole „Feel the blade“ oder die Killer-Hymne „Broken Wasteland“ –hier wieder ein Joe Comeau in Best-Form. Bei „Rapture“ laden Liege Lord die Speed-Freaks zum amtlichen bangen ein und geben verschärft Gas.

Das Cover schaut aus heutiger Sicht sicher ein wenig kitschig aus, doch ich finde es dermaßen genial, dass ich mich schon oft gefragt habe ob ich mir davon nicht mal die Vinyl-Version kaufe, um es an die Wand zu hängen. Allerdings fängt man damit einmal an, ist es ein Fass ohne Boden. Aber ist doch auf den ersten Blick alles klar und du weißt was dich erwartet: Heavy Metal pur und nichts anderes. Leider wird diese Art von Musik heutzutage nicht mehr ganz so brillant von neuen Bands rübergebracht. Sie mühen sich zwar, doch leider fehlt mir immer der letzte Funke damit die Begeisterung einsetzt. Da höre ich lieber die Originale wie eben „Master Control“ von Liege Lord.







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