Lee Aaron - Same

5.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1984

Label
Attic

Besetzung
Lee Aaron lead vocals
Rik Emmett guitar
Gene Stout bass
Dave Aplin lead guitar
Bill Wade drums
Rick Santers guitar, rhythm guitar
Rick Lazaroff bass
Mark Santers bass
Earl Johnson lead guitar
Frank Soda guitar
Glen Gratto drums
Peter Crolly bass
Buzz Shearman vocals
John Albani lead guitar
George Bernhardt lead guitar
Jack Meli bass
Randy Infuso drums

Tracklist
1. Under Your Spell 3:36
2. Lonely For Your Love 3:38
3. Night Riders 3:42
4. Texas Outlaw 3:42
5. I Like My Rock Hard 3:42
6. I Just Wanna Make Love to You 3:43
7. Runnin' From His Love 3:56
8. Should Have Known 3:48
9. Took Your Heart Away 3:14
10. Under the Stars 3:15

Datum: 14.02.2006 - Autor Jörg
Die erste Lee Aaron ist eine Scheibe, welche ich immer mit gemischten Gefühlen betrachte. Auf der einen Seite: Eine recht durchschnittliche Hardrock/Metal-Scheibe, ähnlich wie der Nachfolger „Metal Queen“ recht okay, aber auch viel Durchschnittsware im Angebot. Dann verbinden mich mit dieser Scheibe einige Erinnerungen an meine Pioneerzeit im Metal. Denn diese Scheibe gehörte zu den ersten Platten welche ich mir damals kaufte, wo eine Frau sang. Vorher gab es da nur Warlock. So hat die Scheibe einen gewissen Nostalgiewert, obwohl sie aus der heutigen Sicht sehr angestaubt klingt. Ich habe eine remasterte CD von diesem Album ergattern können, die vom Sound her etwas knackiger als die alte Version daher kommt.

In vielen Gazetten und Publikationen wurde die erste Scheibe der kanadischen Metal Queen als „Lee Aaron Projekt“ angepriesen, hier waren die Macher dieser Scheibe selber wohl nicht ganz so überzeugt vom Erfolg des Albums. Bei Misserfolg hätte man die hübsche Dame schnell in der Kiste verschwinden lassen. Projektcharakter erhält die Scheibe auch durch die Fülle an verschiedenen Musikern, welche bei fast jedem Song anders war. Rik Emmet von Triumph hatte Lee Aaron damals Schützenhilfe gegeben und produzierte das Album mit und spielte auf dem ersten Song „Under your Spell“ sogar Gitarre. Die Stimme von Lee ist auch hier schon fantastisch anzuhören und voller Power, doch leider hapert es bei Songwriting an einigen Stellen. Sicher war es damals ein Höllenspaß, zu recht schnellen Songs wie „Night Riders“ das noch arg kurze Haar zu bangen und „Runnin from his Love“ ist noch heute ein cooler Song. Aber man hört der Scheibe einfach an, dass es eine alte Scheibe ist.

Mit entscheidend für den Erfolg von Lee Aaron war sicher ihre Optik, welche nun mal ohne Frage der Hit ist. Allein das Bild auf dem Backcover sorgte wochenlang für Stielaugen. Als junger Banger achtete man dafür das die Platte selten mit dem Backcover nach vorne lag. Mama könnte ja was von der scharfen Braut erfahren, die da die Phantasie beflügelte.

Schnell wurde mir der Zauber von Songs wie „I wanna make love to you“ (eine Coverversion von Willi Dixon), das mehr als einmal von Hardrock-Bands verwurstet wurde, bewusst. Auch der laszive Groover „I like my Rock Hard“ oder „Texas Outlaw“ rechtfertigen noch heute die eine oder andere Runde der CD im Player.

Der Rest ist einfach Okay und reißt dich nicht wirklich vom Hocker. Ich könnte jetzt noch länger Vorzüge oder Nachteile der ersten Lee Aaron Scheibe abwägen, doch so viel Mühe ist sie meiner Meinung nach nicht wert. Das Album lässt mich in Erinnerungen schwelgen, als man auf dem Schulhof noch diskutierte wer die heißeste Metal-Braut sei, aber ein wahrer Überflieger und goldener Klassiker ist das Album nicht. Live ging es bei Lee Aaron schon amtlicher zur Sache, was die DVD aus dem Camdem Palace ja beweißt.









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