Lääz Rockit - Left For Dead

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Massacre Records

Besetzung
Gesang: Michael Coons
Gitarre: Aaron Jellum
Gitarre: Phil Kettner
Bass: Willy Lange
Schlagzeug: Sky Harris

Tracklist
1. Brain Dead
2. Delirium Void
3. Erased
4. My Euphoria
5. Ghost In The Mirror
6. Turmoil
7. Liar
8. Desolate Oasis
9. No Man
10. Outro

Datum: 24.07.2008 - Autor Claudio
Thrash erfährt ja gerade das gefühlte 12541 Revival und jeder prophezeit dieser Rat von Musik eine glorreiche Zukunft. Jede Band, auch wenn sie bereits vor 20 Jahren keinen Menschen interessiert hat, kriecht hinter dem Ofen vor und ist immer noch genauso belanglos wie vor 20 Jahren. Natürlich freut es den geneigten Fan wenn Bands wie Heathen, Forbidden oder Exodus fröhliche Urstände feiern, aber muss sich wirklich jede Gurkentruppe wieder auf machen und die Ohren malträtieren? Ich meine nicht.....besonders, wenn viele geniale Bands dadurch wieder vergessen werden. Laaz Rockit waren immer irgendwie die Stiefkinder des Thrashmetals. Auch wenn sie mit “Annihilation Principle” und “City´s Gonna Burn” absolute Meilensteine auf den Markt geworfen haben, sind und bleiben die Jungs ein Geheimtipp und das auch schon seit beinahe 20 Jahren. Vielleicht ändert sch das jetzt, denn in meinen Augen haben sie es das erste Mal geschafft, die richtige Platte zur richtigen Zeit auf den Markt zu bringen. “Left For Dead” ist ein Old School Bay Area Thrash Album geworden, was wirklich gut passt, denn ihre “Mitstreiter” werden zurzeit nach allen Regeln der Kunst abgefeiert. Die Leute die Testament oder Forbidden feiern, die werden an “left For Dead” nicht vorbeikommen, denn wie es sich für guten Ami Thrash gehört, wird nicht einfach drauf los gebrettert, sondern auch auf Strukturen und Abwechslung wert gelegt. Man muss sich nur die Songs “My Euphoria” und “Ghost In The Mirror” anhören, wenn man es nicht besser wüsste, dann könnte man meinen, dass zwei verschiedene Bands die Songs spielen würden. Hier zeigt sich, dass die Jungs um Michael Coons wirklich wert auf Abwechslung legen. Da wären wir dann auch mal beim Thema Michael Coons. Um es vorab zu sagen, der Mann ist ein Original, aber ein wirklich guter Sänger wird der gute Michael nicht mehr. Er hat die unglaubliche Fähigkeit, immer irgendwie neben der Spur zu singen. Dies ist zwar nicht mehr so auffällig wie bei den ersten Alben der Herren, aber man hört es immer noch heraus.

“Left For Dead” ist eine richtig gute Platte geworden und ich hoffe inständig, dass die Thrash Pioniere nun endlich das Glück haben wenigstens einen kleinen Teil der Ernte einzufahren, die ihnen eigentlich zusteht. Nur ein Problem sehe ich, sie sind Moderner geworden, sie klingen nicht so Old School, wie es viele Jungspunde zurzeit tun. Auch wenn Laaz Rockit klassischer sind als alle Newcomer, sie scheuen sich nicht davor, auch modernere Klänge in ihre Musik mit einfließen zu lassen. Einfach mal den Song “Liar” anhören und dann versteht ihr definitiv was ich meine. Die moderneren Einflüsse sind zwar auch schon minnigens 10 Jahre alt, aber die “Musiknazis” schreien sich bestimmt schon die Seele aus dem Leib, nur weil ein Rhythmus mal ein wenig anders gerät.

Ich mag “Left For Dead” und bin mir sicher, dass Fans der klassischen Ami Thrash und Power Metal Bands ihre helle Freude an dem Album haben werden.







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