Kylesa - Static Tensions
7.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2009
Label
Prosthetic Records
Besetzung
Gitarre/Gesang: Phillip Cope
Gitarre/Gesang: Laura Pleasants
Schlagzeug/Live Samples: Carl McGinely
Live Bass: Javier Villegas
Zweites Schlagzeug: Eric Hernandez
Gitarre/Gesang: Laura Pleasants
Schlagzeug/Live Samples: Carl McGinely
Live Bass: Javier Villegas
Zweites Schlagzeug: Eric Hernandez
Tracklist
1.Scapegoat
2.Insomnia For Months
3.Said and Done
4.Unknown Awareness
5.Running Red
6.Nature’s Predators
7.Almost Lost
8.Only One
9.Perception
10.To Walk Alone
2.Insomnia For Months
3.Said and Done
4.Unknown Awareness
5.Running Red
6.Nature’s Predators
7.Almost Lost
8.Only One
9.Perception
10.To Walk Alone
Datum: 18.03.2009 - Autor Claudio
Diese Einstellung der Band macht es einem natürlich auch schwer, den Stil der Band zu beschreiben, sie mit anderen Bands zu vergleichen, aber ich versuche es einfach mal. Ich stecke die Band, und da bin ich nicht ganz alleine, einfach mal in die Sludge/Post Core Ecke. Für Bands wie Crowbar sind sie zu Modern, für Acts a lá Neurosis zu Melodisch und für einen direkten Vergleich mit Mastodon einfach zu eingängig. Trotzdem beinhaltet ihre Musik viele Stilmittel, die auch von den vorher genannten Bands gerne und oft benutzt werden. Die Verzweiflung von Crowbar, die unglaubliche Intensität von Neurosis und die Fähigkeit trotz aller brachialen Gewalt immer noch Melodien zu finden, die auch Mastodon besitzen. So kann man die Musik wirklich am Besten umschreiben und man muss einfach hochhalten, dass Kylesa aus diesen Zutaten ihr eigenes Süppchen brauen, absolut lobenswert. Hilfreich ist dabei natürlich die Wechselwirkung des Gesangs von Phillip Cope und Laura Pleasants. Mrs. Pleasants ist zwar keine Sirene, doch ist sie für die melodischere Note in den Songs von Kylesa zuständig, einfach mal den Song “Running Red”, mein absolutes Albumhighlight, anhören und es dürfte klar sein, wie dies gemeint ist.
Manchmal hab ich bei “Static Tensions” ein komisches Gefühl, denn die Band wirkt in meinen Ohren teils ein wenig hin und hergerissen und weiß nicht so recht, in welche Richtung sie sich bewegen soll. Es wirkt, als ob die Band nicht wirklich sicher wäre, in welche Richtung sie sich bewegen soll und ich hab die Vorahnung, dass es aus den Sessions noch viele Songs oder Ideen gibt, die sowohl in die brutalere Sludge Core Ecke, als auch in die melodischere Post/Psych Rock gehen könnten. Bei den kommenden Releases dürfte dann die Richtung gefunden sein und man darf gespannt sein, welche Richtung die Band einschlagen wird.
Mit “Static Tensions” haben die Herren und Damen von Kylesa ein gewaltiges Pfund auf den geneigten Hörer losgelassen, dass den Meistern von Mastodon, die auch in den nächsten Tagen mal mit ihrer Veröffentlichung um die Ecke kommen sollten, einige Schweißausbrüche besorgt haben dürfte. Hölzern, sperrig, intensiv und sehr, sehr anstrengend. Trotz allem harmonisch und organisch. Eine Band die zwar der breiten Masse graue Haare bescheren dürfte, aber von den Leuten, die ihre Musik zu verstehen glauben, geliebt wird. Ich bin hin und hergerissen, denn “Static Tensions” bewegt sich bei mir eigentlich in der Schnittmenge von Lieben und Hassen. In meinen bisherigen Worten habe ich genau diesen Fakt außer acht gelassen, da das Album auf mich eine perfide Anziehungskraft ausübt und so habe ich unbewusst meine Entscheidung schon getroffen. Auch wenn “Static Tensions” an den Nerven zerrt, ein Höllentrip der Gefühle ist und den Hörer wirklich hart rannimmt, ich mag das Album und traue mich aber nicht, es den Leuten bedenkenlos zu empfehlen. Hört euch ein oder zwei Songs an, am besten “Running Red” und “Scapegoat”, denn unterschiedlicher können zwei Songs auf einem Album und von einer Band einfach nicht sein, und entscheidet euch dann.





