Kryptos - The Ark of Gemini

5.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
OSM Records

Besetzung
Gesang/Gitarre: Nolan Lewis
Gitarre: Rohit Chaturvedi
Bass: Javawant Tewari
Schlagzeug: Ryan Colaco

Tracklist
1. Spehre VII
2. Oder of the D.N.A.
3. Heretic Supreme
4. Tower of Illusions
5. The Revenant
6. Vulcan
7. Trident
8. Liquid Grave
9. In the Presence of Eternity


Datum: 04.06.2008 - Autor Jörg
VÖ: 13.06.08

Aus Indien stammen die Old-Schooler von Kryptos und da schwingt wirklich ein wenig der Exotenbonus mit der mich richtig neugierig auf „The Ark of Gemini“ machte.

Das Infoblatt des Labels verkauft Kryptos als Old-School-Thrash-Metal der den Geist und Spirit der 80ger atmet. Meist ist man bei solchen Informationen schon vorgewarnt und macht sich auf übelstes Gepolter und Gerumpel gefasst, doch da liegen wir diesmal daneben. Was das spielen und beherrschen der Instrumente angeht, kann man Kryptos echt keinen Strick drehen. Die Riffs kommen Präzis und die Rhythmussektion macht sich nicht zum Gespött.

Da es die Inder schon seit gefühlten 9 Jahren gibt sollte man auch davon ausgehen, das hier die Instrumente beherrscht werden.

Leider bin ich mit der Stylbeschreibung Thrash-Metal nicht so ganz glücklich, denn spätestens wenn der Gesang aus den Boxen raunt und röchelt kommt bei mir das Death-Metal-Feeling auf. Dieser Art von Mucke mag ich nun mal überhaupt nicht, auch wenn hier die Einflüsse auf Possessed, Merciless oder auch Obituary zurückführen lassen. Das Geröchelt und Gekräuchze von Fronter Nolan Lewis steht für mich in keiner Relevanz zur wirklich guten Musik, die Kryptos eindeutig spielen. Wenn es denn wenigstens kraftvolles Geschreie oder Gebrülle wäre, aber immer nur diese brumelige Röcheln. Die Musik ist irgendwo zwischen Slayer, ganz alten Metallica und einigen deutschen Thrash-Urgesteinen wie Sodom oder Destruction angesiedelt. Leider sind auch die Höhepunkte auf dem Album „The Ark of Gemini“ recht rar gesät. Vom tollen Riffing und ordentlich Produzierten Leads wird der Rezensent und vor allem der Fan nicht satt bzw. glücklich.

Durch den kaum vorhandenen Wiedererkennungswert der Lieder braucht man echt einige Durchläufe bis das alles so schnackelt. Hier könnte jetzt ein Sänger mit einigen Hooklines bzw. coolen Rhythmen im Gesang Punkte für Kryptos sammeln, doch es kommt immer nur Brumel, Röchel etc. Das mag sicher für die Undergrounddigen Old-School-Freaks geil sein, aber denen dürfte „The Ark of Gemini“ fast schon zu glatt (zu gut??) produziert sein. Kryptos sitzen zwischen allen Stühlen würde ich sagen. Durchschnittliche Thrash/Death-Bands gibt es überall zu Hauf, da hilft auch der Exoten-Bonus nicht mehr wirklich viel.



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