Krokus - Heart Attack

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1988

Label
MCA

Besetzung
Vocals : Marc Storace
Guitars : Fernando Von Arb
Guitars : Mark Kohler
Bass : Chris Von Rohr
Drums : Dani Crivelli

Tracklist
1. Everybody Rocks
2. Wild Love
3. Let It Go
4. Winning Man
5. Axx Attack
6. Rock'n Roll Tonight
7. Flyin' High
8. Schoot the Night
9. Bad, Bad Girl
10. Speed Up

Datum: 14.02.2007 - Autor Rene
Nachdem die Schweizer Känguru-Rocker Mitte 80er mit den eher soften Alben "The Blitz" und "Change of Address" die beinharten Rocker enttäuschten, hatte man die glorreiche Idee das Großmaul "Chris Von Rohr" zurückzuholen. Mit Ihm wurde dann das Album mit dem Titel "Heart Attack" veröffentlicht welches zum Ultimativen "Headhunter" Nachfolger werden sollte. Die Rechnung ging zwar nicht ganz auf weil ganz so bärenstark war die Scheibe nun auch wieder nicht. Trotzdem muss ich sagen dass es sich hierbei eigentlich um ein Cover-Album handelt, und zwar eines ganz ohne Cover-Versionen. Man hat einfach alles was auf dem Arenen-Rock Sektor Erfolg hatte durch den Fleischwolf gewürgt und rausgekommen ist ein typisches 80er Hardrock Werk mit Referenzen zu Def Leppard, AC/DC, Bon Jovi, Judas Priest, Whitesnake. Es ist immer wieder ein Vergnügen die offensichtlichen Einflüsse rauszuhören.



Los geht’s mit einer flotten Nummer namens "Everybody Rocks" mit einem tollen Riff, guten Solis von Von Arb und der unverkennbaren Stimme von Marc Storace Der Sound ist fett und der Song ein Ohrwurm wie viele andere Nummern auf dieser Platte auch. Für diesen Song standen "Def Leppard" zu "High'n'Dry" oder "Pyromania" Zeiten Pate. Weiter geht’s mit "Wild Love" eine von Judas Priest beeinflusste Nummer mit einem eingängigen Refrain, der zwar etwas zuviel wiederholt wird. Da ist Party pur angesagt. Mit "Let It Go" orientiert man sich eher an "Bon Jovi" oder andere amerikanische Hard Rock Bands. Mit "Winning Man" wird man dann ein Song aus dem eigenen Backkatalog ausgegraben und neu vertont. Ursprünglich auf dem "Hardware" Album zu finden, kann mich die neue Version genau so begeistern wie das Original. Mit "Axx Attack" wird dann wieder der Judas Priest Hammer ausgegraben. Tönt wie eine Mischung aus "Rapid Fire", "Screaming for Vengeance" und "Ram It Down". Der nächste Track "Rock'n'Roll Tonite" wird auch heute noch Live gespielt und ist als eine Hommage and Angus Young & Co. zu verstehen. "Flying High" schlägt auch in dieselbe Kerbe. AC/DC haben solche Riffs auch oft auf Lager. Mit "Shoot The Night" wird die AC/DC Trilogie, wie ich die 3 Songs nenne, abgeschlossen, bevor man mit "Bad Bad Girl" Whitesnake huldigt. Zum Schluss kommt noch "Speed Up", wo man die Frechheit hatte das Riff von DIO's "We Rock" Eins-zu-Eins zu kopieren.



Eine schöne Scheibe die ein Fan von typischem 80er Jahre Hardrock im Schrank stehen haben sollte. Wer mit den genannten Bands etwas anzufangen weiss, wird auch diese CD (oder Schallplatte) zu schätzen wissen.





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