Kreator - Hordes Of Chaos

9.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2009

Label
SPV

Besetzung
Gesang/Gitarre: Mille Petrozza
Gitarre: Sami Yil-Sirniö
Bass: Christian “Speesy” Giesler
Schlagzeug: Jürgen “Ventor” Reil

Tracklist
1. Hordes of Chaos
2. Warcurse
3. Escalation
4. Amok Run
5. Destroy what destroys you
6. Radical Resistance
7. Absolute Misanthropy
8. To the Afterborn
9. Corpses of Liberty
10. Demon Prince

Datum: 30.12.2008 - Autor Jörg
VÖ: 16.01.09

Mit ihrem „Enemy Of God“-Album haben Kreator im Jahre 2005 für mächtig Dampf gesorgt und nun ist es an „Hordes of Chaos“ nach zu legen. Die Messlatte lag für die Altenessener Band gewaltig hoch und –ich kann es vorweg nehmen, sie haben es geschafft diese Latte zu überspringen. Es gab einiges zu berichten im Vorfeld und man hörte über eine andere Art von Aufnahmeverfahren und einem bisher völlig unbekannten Produzenten im Metalbereich.

Die Wahl fiel auf Moses Schneider, welcher bisher nur solche Sachen wie Beatsteaks oder Totcotronic produzierte, da hörte man schon ein Raunen bei der Trueness-Fraktion, doch es zahlt sich aus.

In Berlin wurde „Hordes of Chaos“ so gut wie Live eingespielt, bis auf den Gesang natürlich, und das hört man dem neuen Kreator-Album auch an. Ich bin ja nun wirklich niemand der Sneap-Hasser-Fraktion, doch wie diese CD hier klingt ist einfach nur geil. Lebendig und sehr impulsiv, mann meint eigentlich das Kreator bei einem im Wohnzimmer gerade abtrashen und man wird von der Energie der Platte förmlich mitgerissen. Wer jetzt meint das dieses Feeling auf Kosten des Soundes geht, der hat sich gewaltig geschnitten. Hier kann man jedes Instrument heraus hören, die Riffs säbeln sich in die Gehörgänge und die Noten surren einem förmlich um die Birne. Abgemischt wurde die Scheibe dann in London von Collin Richardson der ja schon Slipknot, Cradle of Filth oder Bullet for my Valentine einen geilen Sound auf die Songs mischte.

Das Album wirkt sehr spontan und frisch, geradezu als wenn Songs wie „Warcurse“, „Amok Run“ oder „Hordes of Chaos“ in einem First-Take eingehämmert wurden. Dazu kommt noch das die Songs alle recht kurzweilig sind, hört man intensiv zu merkt man gar nicht wie die Zeit an einem vorbeirauscht. Gerade wurde man noch von den rollenden Riffs eines „Escalation“ platt gewalzt, so ist bist du ehe man sich versieht schon beim Ohrwurm-Refrain von „To the Afterborn“ und gibt alles.

Weiter fällt mir auf, das Frontman Mille auf dem Album aggressiv und angepisst wie schon seit „Extreme Agressions“-Zeiten nicht mehr klingt. Da hat sich der Kreator Anführer wirklich die Seele aus dem Leib gebrüllt. Es kommt definitiv eine Punk und Hardcore-Artige Attitüde durch das Gebrülle rüber, aber diese Musik war schon seit je her ein großer Einfluss von Kreator.

Ich habe in der Tat schon hohe Erwartungen an „Hordes of Chaos“ gehabt, obwohl ich mir ja echt abgewöhnt habe zu früh zu hoffen und zu jubeln, doch bei Kreator besteht kein Grund zur Klage. „Hordes of Chaos“ ist die zu erwartende Thrash-Abriss-Birne geworden und was diese Songs an Intensivität ausstrahlen ist einfach überwältigend. Hier müssen selbst Leute zustimmen, welche sonst mit Kreator nicht so klar kommen. Das Jahr 2009 fängt ja schon mal mächtig laut und aggressiv an und das ist gut so.









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