Kragens - In Fight

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
Locomotive Records

Besetzung
Gesang: Renaud Espeche
Gitarre: Gilles Giachino
Gitarre: Cedric Sellier
Bass: Denis Malek
Schlagzeug: Olivier Gavelle

Tracklist
1.Deaf And Blind
2.Lake Of Fire
3.Angels Among Monsters
4.Tyranny Of Gods
5.Ten Treasons We Fight
6.The Falling Man
7.Only The Weak Survive
8.Mask Of The Damned
9.Metalize

Datum: 13.10.2007 - Autor Claudio
Für mich persönlich gehören Kragens zu den talentiertesten Bands Frankreichs, ich gehe sogar so weit, sie auf eine Stufe mit Gojira oder den Pittbulls In The Nursery zu hieven. Okay, die beiden genannten Bands gehen in eine etwas andere Musikrichtung, aber dort sind sie vorzüglich.

Okay, weiter im Text, den Vorgänger von „In Fight“ „Seeds Of Pain“ hab ich bis zum Erbrechen gehört und wenn ich dann wieder auf dem Damm war, noch mal und noch mal. Jedenfalls war es 2005 eines der großen Highlights und haben mir mit der Mischung aus Power und Speed/Thrash, dem erstklassigen Gesang, der mich damals an einen wütenden Warrel Dane erinnerte, die Falten aus der Stirn gebügelt. So war ich natürlich voller Vorfreude als Jörg mir „In Fight“ in die schwitzigen Händlein drückte. Ich war noch nicht ganz in meinem Gefährt, da hing die CD schon im Schacht und die Töne des ersten Songs „Deaf And Blind“ erklangen. Nach dem savatageesken Intro, so schön mit Geige und Piano, erklangen die erwarteten und erhofften Riffs. Fast monumental bauen die Herren ein Monstrum auf, das besonders von der Finesse der Gitarristen lebt. Der Song ist böse und gemein, also lockt er mir ein Lächeln aufs Gesicht, bis plötzlich Sänger Renaud Espeche klingt wie Chris Boltendahl ohne Akzent. Gerade die Intonierung mancher Silben und das typische Gurgeln erschallt ein ums andere Mal auf dem Album, das habe ich von einem Sänger, der gerne mal mit Warrel Dane oder Bruce Dickinson verglichen wird eigentlich nicht erwartet. Musikalisch ist alles was die Band auf „In Fight“ abliefert absolute Spitzenklasse und auch die Produktion von Tue Madsen knallt gewaltig, doch will sich bei mir nicht die absolute Freude einstellen. Anstelle von „Sonderkommandos Defy“ oder „Seeds Of Pain“, beide auf dem Vorgänger, ist die Halb- bzw. Powerballade „The Falling man“ der absolute Höhepunkt des Albums. Vielleicht handelt es sich auch um den intensivsten Song des ganzen Albums, da alle Bandmitglieder ihre Stärken ausspielen und so ihre volle musikalische Gewalt entfachen.

Irgendwie ärgert es mich schon, dass „In Fight“ bei mir nicht so zünden will wie der Vorgänger. Es ist ein starkes Power Metal Album geworden, das manchmal zwar ein wenig einfacher zu Werke geht wie der Vorgänger, aber trotzdem locker vieles abhängt, was in dieser Sparte auf den Markt kommt. Fans von deutschem Heavy Metal, wahren Power Metal, kein Quieke Metal, Thrashern bis zu Progressive Anhängern kann sich jeder dieses Album anhören und wird Dinge finden, die gerade er sucht. Ich werde mir das Album noch schön hören müssen, aber dass absolute Qualität abgeliefert wurde, ist nicht zu übersehen. Man muss sagen die Jungs sind einfach Metal, nicht erst seit ihrem ulkigen „Warriors von Metal“ Shirts, und die Mär vom sagenumwobenen Dritten Album, dass über das Schicksal einer Band entscheidet ist eh Mumpitz. Ich freu mich auf mehr vom Besten aus Frankreich.







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