Kiss - Alive

10.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1975

Label
Casablanca

Besetzung
Gesang, Gitarre: Paul Stanley
Gesang, Bass: Gene Simmons
Gitarre: Ace Frehley
Schlagzeug, Gesang: Peter Criss

Tracklist
CD1:
1.Deuce
2.Strutter
3.Got to choose
4.Hotter than Hell
5.Firehouse
6.Nothin´to lose
7.C´mon and love me
8.Parasite
9.She
CD2:
1.Watchin´You
2.100000 Years
3.Black Diamond
4.Rock Bottom
5.Cold Gin
6.Rock´n Roll all Nite
7.Let me Go, Rock´n Roll

Datum: 13.01.2006 - Autor Jörg
You wanted the best and you got it, The hottest band in the world: KISS!! Wums, Krach und schon war die Welt nicht mehr wie sie früher einmal war. Mit einem Knall startet eines der wohl legendärsten und auch besten Live-Alben aller Zeiten. Kiss mit „Alive“, das ist Legende, damit wurden die belächelten Masken-Rocker von Kiss Mitte der 70ger Jahre zu absoluten Megastars. Ihr Stern ging auf und ist bis heute noch hell am strahlen. Das Album hatte die Rock´n Roll-Welt mit einem Schlag verändert und die Band wurde unsterblich. Wurden Kiss, trotz ihrer bisher veröffentlichen 3 Alben, nur von den Die-Hard-Fans akzeptiert und verehrt, so änderte sich das nach dem dieses Doppel-Album in die Shops und somit in die Hände der Fans geriet. Bedenkt man die Tatsache, das Casblanca Records diese Scheibe erst gar nicht veröffentlichen wollten. Denn Kiss waren das einzige Zugpferd des Labels und waren angehalten im Halb-Jahres-Takt LPs zu veröffentlichen. Mitte der 70ger galt es als kommerzielles Wagnis eine Live-Scheibe, dazu noch als Doppel-Album, zu veröffentlichen. Doch das Konzept ging auf und die Band startete durch.

Auf dem Album wurde die Energie und Wildheit, welche die Band bisher nur auf der Bühne versprühte, in sensationeller Weise eingefangen und man spürt schon nach den ersten beiden Songs dass man hier eine geile Live-Scheibe erstanden hatte. Schließt doch einfach mal die Augen, wenn das Eröffnungsriff von „Got to Choose“ ertönt, das sieht man doch sofort Paul. Peter, Ace und Gene in voller Montur über die Bühne rocken.

Bei der Songauswahl konnte die Band ja nicht viel falsch machen und gaben den Fans ihre Dosis „Hotter than Hell“, „Watchin you“, „Cold Gin“ (mit kultiger Ansage) und „C´mon and love me“. Alles was auf den 3 Alben „Kiss“, Hotter than Hell“ und „Dressed to Kill“ gut abging kam auch hier in einer noch raueren Fassung zu Ehren.

Man kann die Atmosphäre die in der Halle herrschte, nahezu spüren und man vermag die Feuersäulen und den Rauch bei „Firehouse“ fast auf der Zunge schmecken. Diese Band brachte die Fans zum durchdrehen auf ihren Konzerten und schaffte es mit „Alive“ ihren Kritikern das Lästermaul zu stopfen. Sicher kann man sich mokieren, das Peters Drumsolo in „100000 Years“ einfach nur zu sehr in die Länge gezogen wurde und doch irgendwie langweilig ist. Auch ist das Gitarrensolo von Ace Frehley im Schlepptau von „She“ nicht das was die Technikfraktion als brillant loben würde, doch wenn stört das hier?

Jeder Kiss-Fan kennt sich die Gänsehaut welche einem ereilt wenn sich die Stimme von Peter Criss bei „Black Diamond“ fast überschlägt oder wenn Gene Simmons am Ende von „Watchin´You“ herauswürgt. Das ist es einfach!!

Der Blick auf das Cover reichte und man wusste was Sache war, Rock´n Roll Entertainment vom Feinsten und das braucht nicht technisch anspruchsvoll zu sein. Das waren Kiss ja auch nie wirklich. Es zählte einfach nur der Spaß am Rock´n Roll und der wird hier mit einer echten Adrenalin-Spritze injiziert.

Ich als alter Kiss-Maniac kann eh nicht nachvollziehen wie man sich den Kiss der 70ger Jahre entziehen kann, aber das muss jeder für sich ausmachen. Meine extreme Fan-Phase habe ich ja schon vor etlichen Jahren zu den Akten gelegt. Doch noch heute erinnert mich ein „Rock Bottom“ in der Live-Version, das auch damals die vierte Vinylseite einläutete, das mir nur der Rock´n Roll so ein euphorisches Gefühl beim Musik hören vermitteln kann.

Ich finde „Alive“ gehört in jede Rock-Sammlung. Es ist eine der Scheiben, welche man mir mit in die Kiste werfen muss wenn es mich mal vom Schlitten haut.



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