King Kobra - Ready to strike

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1985

Label
Capitol

Besetzung
Gesang: Marc Free
Gitarre: Mike Sweda
Gitarre:David Michaels Phillips
Bass: Johnny Rod
Schlagzeug: Carmine Appice

Tracklist
1.Ready to strike
2.Hunger
3.Shadow Rider
4.Shake Up
5.Attention
6.Breakin´Out
7.Tough Guys
8.Dacing with Desire
9.Second Thoughts
10.Piece of the Rock

Datum: 02.06.2007 - Autor Jörg
Wer hier sozusagen zu den Stammlesern zählt wird wissen das mir das 2te Album der Band King Kobra “Thrill of the Lifetime” rein gar nicht schmeckt, um es mal diplomatisch auszudrücken. Auch heute mag ich das Album kein Stück mehr, als wie ich seinerzeit das Review getippt hatte. Aus reiner Neugierde griff ich mir dann mal das Debüt „Ready to Strike“ und war baff. Die CD läuft mir doch um einiges besser rein als sein Nachfolger, mehr Rock als wie zuckersüßer AOR-Puder -der eher grässlichen Art.

Schon „Ready to Strike“ kommt besser und vor allem kraftvoller aus den Speakern gedröhnt als alles was der Zweitling zu bieten hatte. Geil wie das klingt, so richtig schön und gutklassige 80ties Produktion. Die Gitarren von David Michael Phillips und Mike Sweda (später noch mal ganz dicke mit den Bullet Boys im Geschäft) rasieren hier förmlich durch die Ohren. Piraten-70ger –Porno-Star-Lookalike Carmine Appice ( Dio, Blue Murder, Rod Stewart,Black Sabbath- um ein paar zu nennen) donnert hier auf seine Drumkit herum das es nur so kracht, schön die Fäuste im Hammerbeat von „Hunger“ geschwungen.

Sänger Marc Free (später dann noch u.a. bei Unrully Child, Signal und und ) gefällt mir hier auch richtig gut und ich kann nun echt nachvollziehen, warum dieser Mann (heute ja Dame, denke die Story ist bekannt) mit zu den Sänger im Melodikrock/AOR zählt.

WOW, gerade wummert „Shadow Rider“ durch meine Anlage und die Nachbarn schauen draußen verdutz hoch. Yeah, das rockt und ich liebe einfach diese fetten Chöre, welche das Album zu bieten hat. Mensch da hört man mal wie eine geile Produktion eine Platte beeinflussen kann.

Irgendwie lustig anzusehen wie die 4 Blonden hier wild toupiert vom Cover starren und der dunkelhaarige Carmine dazwischen wie ein Löwenbändiger aussieht. Eine mächtige Mitt-80ger Scheibe ist „Ready to Strike“ die man so richtig schön aufdrehen muss. Fans die sich immer noch die Kante zu Quiet Riots „Metal Health“, WASP „Last Command“ oder auch Kick Axe „Vices“ geben, dürften die erste King Kobra mit offenen Armen empfangen.

Ich höre die Scheibe echt schon seit einigen Tagen in Dauerrotation und es wird nicht langweilig. Schön, dass ich immer noch solche Perlen für mich entdecke und das mir dann auch mal die Birne vor Begeisterung fast explodiert. Beim treibenden „Attention“ fängt man in jeder Situation an wild zu bangen und zu singen. Hell Yeah!! Warum haben King Kobra denn das Level nicht auch auf dem zweiten Album halten können?



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