King Diamond - Give me your Soul, Please!

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
Massacre Rec.

Besetzung
Gesang, Keyboard: King Diamond
Gitarre: Andy La Rocque
Gitarre: Mike Wead
Bass: Hal Patino
Schlagzeug: Matt Thompson

Tracklist
1. Dead
2. Never Ending Hill
3. Is Anybody Here?
4. Black of Night
5. Mirror Mirror
6. Cellar
7. Pictures in Red
8. Give Me Your Soul
9. Floating Head
10. Cold as Ice
11. Shapes of Black
12. Girl in the Bloody Dress
13. Moving On

Datum: 27.06.2007 - Autor Jörg
Das ich ein Fan von King Diamond und speziell seine Zeit mit Mercyful Fate bin, das ist hier sicher den regelmäßigen Lesern bekannt. Was des Königs Solo-Outputs der letzten Jahre angeht, da bin ich sehr geteilter Meinung mit dem Echo der restlichen Presse. Ich find das der King seit „Voodoo“ im Jahre 1998, nicht mehr sehr viel zu melden hatte. Klar waren seine CDs okay und gewohnt gute Ware, doch mir als langjähriger Fan fehlte da irgendwas. Selbst dem abgefeierten „Puppetmaster“ von vor gut 2 Jahren konnte ich nicht sehr viel abgewinnen. Ich hatte in Gedanken den King schon in die Gruft gesteckt und angefangen Stein um Stein vor das Eingangstürchen zu mauern.

Mehr durch Zufall kam ich nun in Kontakt mit dem neuen Album „Give me your Soul, please!“ und mehr aus Routine hörte ich mir die CD an. Siehe da, es geht doch wieder. Nach dem obligatorischen Gruselintro geht es mit „Never ending Hill“ überzeugend los.

Wieso wird denn hier der Sound des Albums überall so kritisiert? Ich finde das Andy La Rocque hier einen ordentlichen Job gemacht hat. Andy La Rocque hat die Songs auf diesem Longplayer sozusagen abwechselnd mit King Diamond geschrieben und macht das mit seinen langjährigen Chef und Songwriting-Partner wieder echt gut.

Die Songs sind, wie es sich für King Diamond gehört, wieder fast alle durch eine nette, kleine Gruselstory verbunden und geben dem daran Interessierten Fan ein wenig Lesestoff.

Auch gesanglich macht sich der King, in meinen Augen, wieder etwas besser als wie noch auf „Abigail 2“ –um mal ein Beispiel zu nennen. Natürlich bleiben seine Leistungen auf den frühen Mercyful Fate und ersten King Diamond-Scheiben unerreicht, doch diese Art zu singen ist auch nicht gerade alltäglich.

Das sich der King nicht unterkriegen lässt und versucht auf jedem Album das Maximum herauszuholen, das nötig mir Respekt vor seiner Person ab. Schön ist es dann wenn er es wieder schafft richtige Knüller-Songs zu komponieren und sie auch umzusetzen. Auf „Give me your Soul,please!“ haben wir ein paar davon. Ich habe mich sofort in den Titelsong verguckt. Das leicht orientalisch angehauchte „Black of Night“ macht Spaß und lässt hier und da Assoziationen zu „Mad Arab“ von Mercyful Fate zu. „Mirror, Mirror“ ist ein Ohrwurm und gibt dem Album einen richtigen Höhepunkt. „Pictures in Red“ ist King Diamond-Futter wie man es mag und „Cold as Ice“ ist ein weiteres Highlight auf der CD.

Es freut mich ehrlich richtig mal wieder zu sagen: die neue King Diamond ist gut geworden.

Hat er nach seinem Formtief dann wohl doch noch mal die Kurve gekriegt. Wenn die neue Lieder auf seinen Konzerten auch so gut angenommen werden, wie das Album bei mir, dann steht „Give me your Soul…“ der Weg in die „Hall of Fame“ der Diamondschen Klassiker bald offen. Doch das muss ja bekanntlich der „Test of Time“ entscheiden.













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