Khymera - The Greatest Wonder

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Frontiers Records

Besetzung
Gesang/Bass: Dennis Ward
Gitarre: Tommy Ermolli
Keyboards: Daniele Liverani
Schlagzeug: Dario Ciccioni

Tracklist
1.Ablaze
2.Beautiful Life
3.Borderline
4.Burn Out
5.Since You Went Away
6.Love Has Been Gone
7.No Sacrifice
8.The Greatest Wonder
9.Fight For Yesterday
10.If I Can´t Be
11.Love Will Find You
12.Stay Forever
13.The Other Side


Datum: 22.02.2008 - Autor Claudio
Wisst ihr wer oder was Khymera sind? Nicht? Dann sollte ich mal ein wenig Aufklärung ausprobieren. Gegründet wurden Khymera als reines Projekt von Steve Walsh (Kansas) und Daniele Liverani (Genius). Glücklicherweise hat die Band das Banner Projekt längst abgestreift und kann inzwischen als „Band“ angesehen werden, was man bei dem inzwischen dritten Album auch erwarten sollte. Steve Walsh ist längst nicht mehr dabei, aber dafür ist Dennis Ward am Gesang, den die meisten von euch wohl eher als Bassisten bei den deutschen Vorzeige Hardrockern Pink Cream 69 kennen. Schon auf dem letzen Khymera Album „A New Promise“ hat mich der Herr Ward mit seiner Stimme überzeugt und auch auf „The Greatest Wonder“ zeigt er, dass er durchaus das Zeug hat, nicht nur den Bass zu zupfen. Nur als Fan von eben diesen PC69 sollte man eher vorsichtig an Khymera herangehen, denn knackigen Hardrock sollte man nicht erwarten. AOR oder auch Melodic Rock wird auf „The Greatest Wonder“, wie auch schon auf den Vorgängern, geboten und zwar AOR internationaler Klasse, der insbesondere durch den konsequenten Einsatz der Gitarre auffällt. Auch wenn das Keyboard von Daniele Liverani ein bestimmendes Element der Musik ist, drückt es nicht, wie bei vielen AOR Bands, die Gitarren an die Seite sondern harmoniert mit ihr, wie es sonst nur bei Ausnahmebands wie Toto, Giant, Journey oder Survivor der Fall war/ist. Es ist schon komisch, dass zwei Alleskönner wie Herr Liverani, der die Platte auch produziert hat, und Herr Ward auf das songschreiberische Talent der Herren Tom und James Martin zurückgreifen müssen. Natürlich haben die Herren mit Hause Of Lords oder Ted Poley einiges vorzuweisen, aber in mir schwingt da doch der Zweifel mit, ob das die Erfüllung für Musiker ist, immer die Songs nachzuspielen, die andere Menschen geschrieben haben und man selbst nicht wirklich in den Enstehungsprozess involviert ist.

Nichtsdestotrotz ist „The Greatest Wonder“ ein stimmungsvolles, melodisches Rockalbum geworden, das durch seine Melodien zum Träumen einlädt und durch sein gesundes Maß an Härte niemals schwammig oder aufgeblasen wirkt. Songs wie „Borderline“, „Since You Went Away“ oder „Stay Forever“ hätten vor Jahren durchaus die Chance gehabt zu charten, aber diese Zeiten sind ja leider vorbei, so dass mir nichts anderes übrig bleibt, als an die Fans melodischer Musik zu appellieren, „The Greatest Wonder“ anzutesten und ich kann euch versprechen, dass selbst der größte Rockhasser von den Melodien und den großen Gefühlen ,die dieses Album beinhaltet, begeistert sein wird. Wer diesem Album verfällt, muss sich keine Sorgen machen, denn endlich steht auch fest, dass man Khymera endlich auch Live erleben kann. Planungen für 2008 sind im Gange und ich würde mich freuen, wenn man die Chance hätte, diese Musik in der einzig richtigen Art hören könnte, die sie verdient hat.

Eigentlich kann ich nicht wirklich viel an dem Album kritisieren, nur die Songschreibergeschichte stört mich gewaltig und verhindert eine noch höhere Bewertung. Schade eigentlich.







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