Joey Summer - Written on the Horizon
8.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2010
Label
Avenue of Allies
Besetzung
Gesang, Gitarre: Joey Summer
Keyboard: Daniel Lamas
Bass: Markcell
Schlagzeug: Renan Martins
Gast-Musiker:
Keyboard bei „Don`t Believe“: Frederik Bergh
Bass bei „Anymore“: Michael Müller
Backing Vocals „Don`t Believe“: Göran Edman
Bass “Don`t Believe”: Julio Cezar
Keyboard: Daniel Lamas
Bass: Markcell
Schlagzeug: Renan Martins
Gast-Musiker:
Keyboard bei „Don`t Believe“: Frederik Bergh
Bass bei „Anymore“: Michael Müller
Backing Vocals „Don`t Believe“: Göran Edman
Bass “Don`t Believe”: Julio Cezar
Tracklist
1. Rise up
2. Anymore
3. Written on the Horizon
4. Don`t believe
5. It`s only your Love
6. Lorea
7. I´ll never be alone again
8. Tables Turning
9. Beating
10. Brand New Day
11. Rough Ride To Paradise
2. Anymore
3. Written on the Horizon
4. Don`t believe
5. It`s only your Love
6. Lorea
7. I´ll never be alone again
8. Tables Turning
9. Beating
10. Brand New Day
11. Rough Ride To Paradise
Datum: 16.06.2010 - Autor Jörg
Im Hardrock/AOR-Bereich gibt e simmer Zeiten wo, meiner Meinung nach, viele schwache bis überflüssige Scheiben erscheinen. So war es vor einigen Jahren und so scheint es auch derzeit wieder ein wenig zu sein. Doch gerade dann fallen einem die richtigen Perlen auf und es kommt zu Überraschungen mit denen man nicht gerechnet hat.
Eine dieser Überraschungen des Jahres kommt bisher von Joey Summer. Der Brasilianer trumpft mit seinem Album „Written on the Horizon“ auf, das ich nur so staune. Ich habe noch genau die Blicke von Kollege Claudio –der ja auch nicht wirklich alles aus dem AOR/Hardrock-Bereich blind feiert und da sehr sorgsam selektiert, als wir gemeinsam das Album zum ersten Male gehört haben. Erstklassigen und nicht aufdringlichen Hardrock/AOR der Marke von Joey Lynn Turners Solo/Rainbow-Alben, ein wenig Schwere von Black Sabbath aus „Seventh Star“/“Tyr“-Tagen und dazu eine Stimme die hin und wieder an Jeff Scott Soto (das Eyes-Album „Windows of the Soul“) erinnert. Dazu eine Journey-Artige Leichtigkeit und ein etwaiger Eindruck von dieser CD sollte in euren Köpfen sein.
Bei einem Gitarristen der ein „Solo“-Album macht, da erwartet man nicht unbedingt das es so kompakte Songs hat. Meist dudeln sich die Herren in den Vordergrund, doch Joey weiß das zu vermeiden und streut seine Künste gekonnt ein und macht die CD zu einem kompakten Genuss.
Einige bekannte AOR/Hardrock-Größen wie Michael Bormann (Ex-Jaded Heart), Göran Edman (u.a. Street Talk, Yngwie Malmsteen) oder Kee Marcello (Ex-Europe) haben Summer einige Songs für dieses Album geschrieben. Das hört man dann den Stücken auch an, doch sie fügen sich prima in das Gesamtkonzept ein. Selten habe ich in letzter Zeit –vom W.E.T.-Album, mal abgesehen, eine Hardrock-Scheibe gehört die mich sofort begeisterte und auch noch nach dem X-Ten Durchlauf fesselt.
Highlights der CD sind, das von Michael Bormann geschriebene „Anymore“, das leicht epische Titelstück, das das starke „Tables Turining“ (aus der Feder von Göran Edman und Fredrik Bergh-Bloodbound, Street Talk) und die tolle Ballade „It`s only your Love“ und „Lorea“.
Keyboards werden immer wieder dezent und auch mal etwas prägend –doch noch nie wirklich aufdringlich eingesetzt. Die Gitarre, Stimme und die Melodien sind das tragende Element auf „Written on the Horizon“. Auf Refrains der Marke „Ohoho…All night Long, Party bis zum hasse nicht gesehen…“ wird auch verzichtet und so bekommt der Ausdruck Adult Oriented Rock (AOR) wieder Bedeutung hier.
Insider der AOR-Szene dürfte Joey Summer wohl kein so arg Unbekannter mehr sein, denn er hat auch schon auf Alben von Bands wie Aura, N..O.W. oder Highest Dream mitgespielt. Für mich war er bisher eine unbekannte Größe und ich fühle mich wunderbar mit der CD überrascht. „Written on the Horizon“ hat das Potenzial die Sommer-Platte 2010 zu werden. Das Jahreshighlight in diesem Genre ist sie für mich auf jeden Fall schon ein Mal. Hört euch mal etwas auf www.myspace.com/joeysummer2009 an, die CD erscheint ja bei einem kleinen deutschen Label und dürfte im Internet ohne Probleme zu beziehen zu sein.
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