Jizzy Pearl - Just A Boy
6.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2004
Label
Eigenproduktion
Besetzung
Jizzy Pearl – Vocals, Guitars, Background Vocals
Mark Dutton – Bass, Guitars, Background Vocals, Keyboard
Dave Moreno - Drums
Mark Dutton – Bass, Guitars, Background Vocals, Keyboard
Dave Moreno - Drums
Tracklist
1. Feed Your Head
2. Everthin´Is A Sin
3. Do You Wanna Get High
4. Better Days
5. Never Let You Go
6. Extreme
7. I´m On Fire
8. Just A Boy
9. Morbid Fascinatin
10. Dad
2. Everthin´Is A Sin
3. Do You Wanna Get High
4. Better Days
5. Never Let You Go
6. Extreme
7. I´m On Fire
8. Just A Boy
9. Morbid Fascinatin
10. Dad
Datum: 29.12.2006 - Autor Psychobimbo
Jizzys großer Vorteil beruht eindeutig auf seiner Anpassungsfähigkeit. So konnte er dem vorgelegten Material immer die nötige Priese verpassen, nach dem die Songs verlangen. Nachzuhören auch auf diversen Tributalben. Er hat schon ein einzigartiges Organ mit Wiedererkennungswert, auch wenn man ihn nicht als guten Sänger bezeichnen kann. Aber das sind Ozzy oder Steven Tyler ja auch nicht.
Was ihm letztendlich das Genick bricht ist nicht seine rotzige, nölige Stimme, welche sleazy ist wie kaum eine andere, sondern seine Zerfahrenheit und sein Unvermögen ohne Hilfe schlüssige Songs auf die Reihe zu bekommen. Sein erstes Soloalbum, welches er nur über seine Webseite und bei Konzerten an den Mann zu bringen versucht, legt von diesem Umstand reichlich Zeugnis ab und lebt allein von dem Underdog Charme seiner Vocals.
Ich glaube nicht das er mit der Scheibe großartigere Pläne hatte als sich auszutoben, aber das von seinem alten Love/Hate Kumpel mitkomponierte „Extreme“ macht deutlich welches Potential eigentlich in dem Mann steckt, wenn er denn nur jemanden an seiner Seite hat, der seine Ideen dementsprechend zu kanalisieren weis. Die Nummer hätte sich auch auf den Love/Hate Frühwerken sehr gut gemacht und lässt den Wunsch nach einer Reunion keimen.
Aber auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn und Pearl hat mit „Do You Wanna Get High“ einen weiteren Höhepunk zu verzeichnen, welcher durch eine freche Punkrockfröhlichkeit besticht. Die Westernballade „I´m On Fire“ lässt sich, schwer an Bon Jovis „Wanted Dead Or Alive“ erinnernd, auch noch ziemlich angenehm hören.
Das wars dann aber auch schon. Der Rest der Lieder fällt aber leider ziemlich ab und ist eher auf dem Niveau der letzten Outputs seiner Stammband anzusiedeln.
Nicht schrecklich aber auch herzlich überflüssig und mehr eine Visitenkarte für das nächste Bewerbungsgespräch bei einer sängerlosen Streetrockband aus L.A..
Als Gastmusiker tauchen übrigens Billy Idol Gitarrenhexer Steve Stevens und Pistolenhalfter Tracii Guns auf, die aber auch nicht durch Brillanz auffallen sondern einen hörbar einem alten Spezi einen kleinen Gefallen tun. Nettes Namedropping aber mehr auch nicht.
„Just A Boy“ kann man mal auflegen damit beim Saufen keine unangenehme Stille herrscht aber außer einem derben Sänger bleibt letzten Endes nicht viel im Gedächtnis hängen.





