Jetboy - Damned Nation

6.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1990

Label
MCA

Besetzung
Gesang: Mickey Finn
Gitarre: Fernie Rod
Bass: Sam Yaffa
Schlagzeug: Ron Tostenson

Tracklist
01. Stomp It (Down To The Bricks)
02. Moonlight
03. Groove Tube
04. Heavy Chevy
05. Too Late
06. Evil
07. Trouble Comes
08. Bullfrog Pond
09. Ready To Rumble
10. Rock N' Roller
11. Jam

Datum: 12.02.2006 - Autor Psychobimbo
Diese Scheibe kommt gänzlich ohne den angeglamten Schnickschnack des Vorgängers aus und schlägt viel mehr in die schroffe AC/DC, und KIX Schiene. Ja, auch hier lebt die Slidegitarre, zwischendrin wird die Mundharmonika ausgepackt und auch sonst wird nicht an Stilmitteln gegeizt um das Schiffchen manchmal ein wenig in die Richtung von Cinderellas New Orleans treiben zu lassen. So machen’s halt die Amis und so könnens auch nur sie, damit es authentisch und "richtig" klingt. Klassischer 80er Jahre Hairmetal, so würde man es in einem aktuellen Musikmagazin beschreiben.

Davon kann man halten was man will, ob nun originell oder nicht aber mit Artgenossen wie den Bulletboys kann man zumindest auf diesem Album locker mithalten.

Man mag JETBOY als durchschnittliche und im Fahrwasser der amerikanischen Sleazerockwelle Mitschwimmende Poserrockkapelle sehen aber ich sehe das nicht als Problem solange das Songmaterial ein gewissen Mindestniveau nicht unterschreitet, das Album als solches einen gewissen Arschtrittfaktor vorzuweisen hat und auch zwischen den einzelnen Nummern genügend Abwechslung

an Balladen, Mittempo- und Vollgasrockern vorherrscht. Leider hat auch dieses Album jetzt nicht wirklich große Hits vorzuweisen und beim Nebenbeihören wippt man schön mit dem Fuß mit ohne sich später daran erinnern zu können was man jetzt genau gehört hat.

Irokese Mickey Finn klingt wie tausend andere Straßenköter auch und an den Instrumenten herrscht gepflegtes Abgerocke welches von Großmeister Tom Werman mit einem satten Sound versehen wurde der sich auch heute noch durchaus sehen lassen kann.

Nichts so dreckig wie bei den L.A.Guns, nicht so blusig wie Great White und bei weitem nicht so wüst wie die bösen bösen Dangerous Toys. Und doch fühlt man sich immer an einen Bastard aus Bands genau diesen Umfelds erinnert.Aber an der Instrumentierung, am technischen Können und am Feeling scheitert es hier nicht, eher an der endgültig herausragenden Idee. Nichtsdestotrotz sollte man bei einem relativ günstigen Preis zugreifen denn "Evil" ist ein schöne Stripteasenummer und ich hab auch keine Bedenken das sich "Stomp It (Down To The Bricks)" gut zum durch die Stadt cruisen eignet.

Ein typische "kann" Album für Hardrockfans und nur für beinharte Sleazerocker die alles aus dem Bereich brauchen eine "Muss"-Anschaffung.







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