Jelonek - Jelonek
7.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2010
Label
Mystik Produktion
Besetzung
Geige: Jelonek
Bass: Andrej Karp
Gitarre: Pawel Grzegorczyk, Robert Fijalkowski
Schlagzeug: Grzegorz Stawinski, Karol Ludew, Artur Lipinski
Percussion: Dawid Somló
Cello: Justyna Osiecka
Bass: Andrej Karp
Gitarre: Pawel Grzegorczyk, Robert Fijalkowski
Schlagzeug: Grzegorz Stawinski, Karol Ludew, Artur Lipinski
Percussion: Dawid Somló
Cello: Justyna Osiecka
Tracklist
1.BaRock
2.B.East
3.Vendome 1212
4.Akka
5.Steppe
6.A Funeral Of A Provincial Vampire
7.Lorr
8.Beech Forest
9.War In The Kid's Room
10.Miserere Mei Deus
11.Mosquito Flight
12.Machinehat
13.Elephant's Balle
14.Pizzicato - Ascticism
2.B.East
3.Vendome 1212
4.Akka
5.Steppe
6.A Funeral Of A Provincial Vampire
7.Lorr
8.Beech Forest
9.War In The Kid's Room
10.Miserere Mei Deus
11.Mosquito Flight
12.Machinehat
13.Elephant's Balle
14.Pizzicato - Ascticism
Datum: 08.02.2010 - Autor Frank
Die Idee das klassische Musik und Metal doch nicht so weit voneinander entfernt sind, wie man gemeinhin zu glauben pflegte ist nicht neu. Rage kamen mit ihrer Lingua Mortis diesem Gedanken als erste nach, in dem sie die Hits der Band vom Orchester einspielen ließen. Es folgten u.a. Metallica, Doro und einige andere auch. Die Vorliebe für klassische Stücke gab es aber schon viel früher. Das bekannteste Beispiel dürfte das „Für Elise“ Gitarrensolo auf „Metal Heart“ sein, aber auch andere Bands haben sich gerne mal bei den bekannten Klassikern bedient. Das Ganze mündete schließlich in Apocalyptica . Die vier finnischen Cellisten nun aber mit dem Polen Jelonek in einen Topf zu werfen ist zu einfach, schließlich haut ja auch derjenige, der im Genre klassische Musik etwas beschlagen ist auch nicht Mozart, Beethoven in einen Topf mit pseudo Klassikern wie Richard Kleidermann.
Bei Jelonek steht zwar die Geige im Mittelpunkt, er hat das Ganze aber mit der traditionellen Band umgeben und zwischenzeitlich mit einigen weiteren Instrumenten der klassischen Musik bereichert. Am Ende steht eine CD die, denjenigen die auf Metal meets Klassik klar kommen, richtig Spaß machen wird.
Nein, es steht mir wirklich nicht zu Jelonek im Punkto Song, Songaufbau oder gar Instrumentierung zu kritisieren. Selbst, wenn ich noch 20 weitere Jahre diese Musik hören werde, kann ich einem diplomierten Musiker nicht das Wasser reichen. Vielleicht wäre es für den Teufelsgeiger – endlich mal einer der diesen Namen verdient, denn wo hat der Teufel seine Finger mehr im Spiel als im Bereich Heavy Metal und Co, einfacher gewesen wenn er auf seinem Debüt bekannte Klassiker verwurstet hätte. Okay, das hat seinerzeit schon Wolf Hoffman gemacht, aber dem ungeübten Ohr fällt der Zugang zur Klassik leichter, wenn er die ein oder andere Reprise schon mal gehört hat. Auch den Apocalyptica Weg hat Jelonek nicht begangen und Bekannte Metal Songs umgebaut. Vor so viel Mut Hut ab! Wie sich das in kommerzieller Hinsicht auswirkt muss man abwarten.
Das selbstbetitelte Debüt ist kein Album, das man mal eben nebenbei hören kann und man muss schon Spaß an Geige und Co haben, sonst braucht man sich gar nicht an diesem Album zu versuchen.
Wie gesagt musikalisch, weigere ich mich, dem Mann Vorschriften zu machen, beim Hörvergnügen muss ich bei mir einige Abzüge machen, weil mir das Album hin und wieder zu sperrig ist und mir persönlich auf Dauer die Geige zu sehr auf die Nerven geht, aber das ist wirklich nur ein persönliches Dingen.
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